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Syrien : Kämpfe um Wasserquellen eskalieren

  • Aktualisiert am

Die Kämpfe rund um die Wasserquellen intensivieren sich. Bild: dpa

In Damaskus sind mehr als fünf Millionen Menschen ohne Wasserversorgung. Grund dafür seien „Kämpfe oder Sabotageakte oder beides“, sagen die Vereinten Nationen. Die Regierung will mit einer Offensive die Quellen wieder unter ihre Kontrolle bringen.

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          Die syrische Armee treibt ihre Offensive zur Rückeroberung eines Tals bei Damaskus voran, um Rebellen die Kontrolle über wichtige Süßwasserquellen zu entreißen. In den vergangenen 48 Stunden hätten das Militär und Hisbollah-Kämpfer das Gebiet verstärkt beschossen und aus der Luft bombardiert, sagten Bewohner und Rebellen. Entscheidend vorangekommen seien die Regierungskräfte jedoch bislang nicht bei ihrem Versuch, in das Tal vorzudringen.

          Die Offensive belastet die von Russland und der Türkei vermittelte Waffenruhe, die eigentlich den Weg für Friedensgespräche in Kasachstan ebnen soll. Diese stehen auf der Kippe, nachdem Rebellen vorbereitende Gespräche auf Eis gelegt haben wegen angeblich anhaltender Verstöße der Armee gegen die Waffenruhe. In der Region operieren laut der syrischen Regierung islamistische Gruppen wie der „Islamische Staat“, die von der Waffenruhe ausgenommen sind.

          Vereinte Nationen sprechen von Kriegsverbrechen

          In dem Tal am nordwestlichen Rand von Damaskus liegen die Ain al-Fidscha Quellen. 70 Prozent des in der Hauptstadt benötigten Wassers stammt normalerweise von dort. Doch seit die Pumpenanlage beschädigt wurde, leidet die Millionenmetropole unter einer massiven Knappheit. Die Regierung wirft den Rebellen zudem vor, die Quellen mit Diesel verunreinigt zu haben. Die Preise für Wasser in Flaschen haben sich nach Angaben von Bewohnern inzwischen verdreifacht.

          Die Vereinten Nationen stufen die Kappung der Wasserversorgung  als Kriegsverbrechen ein. Der UN-Hilfskoordinator für Syrien, Jan Egeland, sagte, allein in Damaskus seien fünfeinhalb Millionen Menschen völlig und teilweise vom Wasser abgeschnitten. Grund dafür seien „Kämpfe oder Sabotageakte oder beides“ in der Region Wadi Barada nahe Damaskus..

          Egeland zufolge ist schwer zu sagen, welches Lager für die derzeitige Situation verantwortlich ist. „Wir wollen hingehen, wir wollen ermitteln, was geschehen ist, aber vor allem wollen wir die Wasserzufuhr wiederherstellen“, sagte er.

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