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Syrien-Konflikt : Islamistische Nusra-Front ruft zu Terror gegen Russen auf

  • Aktualisiert am

Hunderte Syrer versammelten sich am Dienstag vor der russischen Botschaft in Damaskus, um das russische Eingreifen in den Konflikt zu feiern, als plötzlich zwei Granaten auf dem Gelände einschlugen Bild: dpa

Wegen des russischen Eingreifens in Syrien hat die islamistische Nusra-Front Dschihadisten im Kaukasus zu Racheaktionen gegen Russen aufgerufen. Auf dem Gelände der russischen Botschaft in Damaskus schlugen unterdessen zwei Granaten ein. Dabei sei niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher.

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          Die islamistische Nusra-Front hat wegen des russischen Eingreifens in Syrien Dschihadisten im Kaukasus zu Racheaktionen gegen russische Zivilisten und Soldaten aufgerufen. „Wenn die russische Armee die Bevölkerung in Syrien tötet, dann tötet ihre Bevölkerung. Und wenn sie unsere Soldaten töten, dann tötet ihre Soldaten. Auge um Auge", sagte der Chef der mit der Terrororganisation Al Qaida verbundenen Al-Nusra-Front in Syrien, Abu Mohamed Al-Dscholani, am Montagabend in einer Audiobotschaft. Der „Krieg“ in Syrien werde für Russland fürchterliche Konsequenzen haben.

          Al-Dscholani rief die Kämpfer in Syrien auf, ihre Differenzen beiseite zu lassen, bis die „westlichen Kreuzzügler“ und die russischen Truppen besiegt seien. Auch die von den Vereinigten Staaten geführte Koalition bombardiert in Syrien die Stellungen der IS-Miliz und der Al-Nusra-Front.

          Russische Botschaft von Granaten getroffen

          Unterdessen ist die russische Botschaft in Damaskus am Dienstag von zwei Raketen getroffen worden. Mehr als 300 Menschen hatten sich vor dem Gebäude versammelt, um Russland für die Luftangriffe auf Gegner von Machthaber Baschar al Assad zu danken, als die Raketen in die Botschaft einschlugen, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP von vor Ort. Unter den Demonstranten brach Panik aus. Ob es Tote oder Verletzte gab, war zunächst unklar.

          Russland hatte vor zwei Wochen mit Luftangriffen in Syrien begonnen. Die Attacken haben die Gegner Assads offenbar bereits geschwächt. In den vergangenen Tagen rückten syrische Truppen an mehreren Fronten gegen Rebellen vor. Nato und EU haben Moskau für die Angriffe scharf kritisiert und fordern, diese dürften sich nur gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) richten und nicht gegen gemäßigte Aufständische.

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