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Regierungskrise in Südafrika : Spekulationen über Rücktritt Ramaphosas

Präsident Cyiril Ramaphosa und Misuzulu Zulu Ende Oktober in Durban Bild: AFP

Der Bericht einer Untersuchungskommission über den Phala-Phala-Skandal setzt den südafrikanischen Staatspräsidenten unter Druck. Muss er nun zurücktreten?

          3 Min.

          Es ist die schwerste Belastungsprobe für Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa in seiner Amtszeit. Nach der Vorlage des Berichts einer Untersuchungskommission über den „Phala-Phala-Skandal“ haben sich am Donnerstag die Ereignisse überschlagen. Der Nachrichtendienst News24 meldete, ein Rücktritt stehe unmittelbar bevor. Ramaphosa habe in der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) an Rückhalt verloren. Er werde auch den Parteivorsitz niederlegen. Ein Sprecher des Präsidenten kündigte eine baldige Stellungnahme an, ohne Details zu nennen.

          Claudia Bröll
          Politische Korrespondentin für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Auf den Tumult reagierte die Landeswährung mit Kursverlusten. Lokale politische Ereignisse führen selten zu Kursbewegungen. Für viele ist Ramaphosa nach der von Korruptionsskandalen gespickten Regierungszeit seines Vorgängers Jacob Zuma ein Vertrauensträger. Noch wenige Tage vorher wurde weithin seine Wiederwahl als Parteivorsitzender auf dem Parteitag des ANC in zwei Wochen erwartet. Ein Sieg würde den Weg zu einer zweiten Amtszeit als Staatspräsident nach den Wahlen 2024 ebnen. In der Partei toben allerdings heftige Machtkämpfe zwischen Anhängern Zumas und Ramaphosas.

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