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Südafrika : Pharma-Hersteller geraten unter Druck

  • Aktualisiert am

Die Empörung wächst: Pharma-Unternehmen klagen gegen Südafrika, weil das Land Aids-Medikamente billiger an Kranke abgeben will.

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          Die Klage von 39 Pharmakonzernen gegen Südafrika, mit der die Unternehmen das Land daran hindern wollen, Medikamente gegen Aids verbilligt abzugeben, ist auf heftigen Protest gestoßen. Hilfsorganisationen forderten die Unternehmen auf, ihre Klage zurückzunehmen. Auch Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wiezcorek-Zeul (SPD) sprach sich für eine Rücknahme aus.

          In einem offenen Brief forderten zahlreiche SPD-Bundestagsabgeordnete die Konzerne Bayer, Boehringer Ingelheim, Aventis, Merck und Roche auf, den HIV-Infizierten in den ärmsten Laendern der Welt einen finanzierbaren Zugang zu adäquaten Aids-Therapeutika zu ermöglichen.

          400.000 schon gestorben

          In den vergangenen vier Jahren, in denen das Gesetz zur verbilligten Abgabe von Aids-Medikamenten blockiert wurde, sind nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen 400.000 Menschen in Südafrika an Aids gestorben. Das Land hat die höchste HIV-Rate der Welt. Rund 4,3 Millionen Südafrikaner sind mit dem HI-Virus infiziert.

          Mit der Klage wollen die Pharma-Hersteller vor allem ihre Patente an den Medikamenten schützen. Der Prozess in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria wird am 18. April fortgesetzt. Unterdessen haben einige Medikamentenhersteller angekündigt, in der Zukunft Aids-Medikamente in Entwicklungsländern billiger zu verkaufen.

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