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Südafrika : Nelson Mandela beigesetzt

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Mandelas Ex-Frau Winnie Mandela Madikizela (links) und seine Witwe Graca Machel am Sarg Bild: dpa

Zehn Tage nach seinem Tod ist der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela ist am Sonntag im Familiengrab in seinem Heimatdorf Qunu beerdigt worden. An den Trauerfeierlichkeiten nahmen Politiker aus aller Welt teil.

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          Nelson Mandela ist im Familiegrab in Qunui beigesetzt worden. Die letzten Trauerfeierlichkeiten vor der Beerdigung des südafrikanischen Freiheitskämpfers Nelson Mandela hatten am Sonntagmorgen in dem Dörfchen Qunu im Südosten des Landes begonnen. Dort war der Leichnam mit militärischen Ehren und begleitet von Blasmusik zu ein eigens errichtetes Festzelt gebracht worden.

          „Der Mann, der hier liegt, ist Südafrikas größter Sohn“, sagte  Cyril Ramaphosa, der den Afrikanischen Nationalkongress (ANC) als  Vize-Präsident vertrat, in seiner Eröffnungsrede. „Wir müssen sein  Erbe weiterführen“, appellierte danach Südafrikas Präsident Jacob Zuma an die Nation. Auch Mandelas früherer Weggefährte und Mithäftling Achmed  Kathrada erinnerte an das Vermächtnis des weltweit respektierten  Freiheitskämpfers, der im Krankenbett „nur noch ein Schatten seiner  selbst“ gewesen sei.

          Etwa 4500 Ehrengäste aus aller Welt hatten sich zu der etwa zweistündigen Zeremonie versammelt, unter ihnen zahlreiche ranghohe Politiker und Staatsgäste wie der iranische Vizepräsident Mohammad Schariatmadari, der ehemalige norwegische Staatschef Jens Stoltenberg und Frankreichs ehemaliger Premierminister Lionel Jospin. auch Mandelas Witwe Graça Machel und seine frühere Ehefrau Winnie Madikizela-Mandela wohnten der Zeremonie bei, ebenso wie der frühere Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu.

          Beisetzung mit alten Ritualen

          Am Vormittag soll Mandela dann im kleinen Kreis von Angehörigen und Freunden im Familiengrab beigesetzt werden. Schon vor Beginn des offiziellen Programms gab es Gesänge und Tänze; eine Militär-Blaskapelle spielte. In dem Festzelt war ein überlebensgroßes Porträt Nelson Mandelas aufgebaut, davor Kerzen. Im Dorf und auf den Hügeln rundum hatten sich zahlreiche Schaulustige versammelt, um aus der Ferne das Staatsbegräbnis zu verfolgen.

          Zur Beisetzung selbst sind weder Gäste noch Journalisten zugelassen. Alte Rituale des Xhosa-Volkes sollen vollzogen werden, damit „Mandelas Geist seinen Frieden findet“, hieß es. Die Beerdigungszeremonie wird auch christliche Elemente enthalten. In mehreren südafrikanischen Städten wurden die Trauerfeiern in Qunu auf Plätzen und in Stadien auf Großleinwand übertragen.

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