https://www.faz.net/-gpf-6kvgq
 

„Stuttgart 21“-Kommentar : Spreu und Weizen

  • Aktualisiert am

Bild: AP

In Stuttgart findet eine sogenannte Schlichtung statt, bei der es eigentlich nichts zu schlichten gibt: Ein Bahnhof unter der Erde oder „oben bleiben“ - die Hoffnung, dass sich eine Seite überzeugen lasse, wenn nur die „Fakten auf den Tisch“ kämen, können nur Träumer haben, kommentiert Günther Nonnenmacher.

          1 Min.

          In Stuttgart findet eine sogenannte Schlichtung statt, bei der es eigentlich nichts zu schlichten gibt: Zwischen der Verlegung des Bahnhofs unter die Erde und seinem Erhalt gibt es keinen Kompromiss. Die Hoffnung, dass sich eine Seite überzeugen lasse, wenn nur die „Fakten auf den Tisch“ kämen, können nur Träumer haben.

          Einem Teil der Gegner von Stuttgart 21 geht es nicht um Fakten, sondern um Prinzipielles – man könnte auch sagen: um Ideologie. Der einzige Hoffnungsschimmer besteht also darin, dass sich unter den Gegnern die Spreu vom Weizen trennt, dass sich diejenigen, die für Argumente noch zugänglich sind, nicht von den Ideologen vereinnahmen lassen.

          Den Grünen um den Stuttgarter Fraktionsvorsitzenden Kretschmann kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, weil in ihren Reihen beide Spezies zu finden sind. Insofern ist das ein Test auf die „Politikfähigkeit“ der Partei. Eine öffentliche Schlichtung bekäme einen Tribunalcharakter, der dem entgegensteht. Und bei all dem bleibt weiterhin unklar, welche rechtliche Verbindlichkeit diese „Parallelveranstaltung“ eigentlich hat.

          Weitere Themen

          Weißrussen wählen neues Parlament Video-Seite öffnen

          Keine Opposition : Weißrussen wählen neues Parlament

          In Weißrussland wählen die Bürger heute ein neues Parlament. Kandidaten der Opposition wurden in dem autoritär regierten Staat von vornherein nicht zugelassen.

          Einer für den Norden

          Hannovers neuer OB Belit Onay : Einer für den Norden

          Das rote Hannover wird künftig von einem Grünen regiert. Für die Partei ist das wichtig. Die Öffentlichkeit interessierte sich mehr für Belit Onays Herkunft.

          Topmeldungen

          Raffinerie von Aramco.

          Börsengang : Aramco will bis zu 22 Milliarden Euro erlösen

          Der Konzern gibt Details zum größten Börsengang des Jahres bekannt: In Riad erhofft man sich Erlöse von 22 Milliarden Euro. Privatanleger können die Aktien ab sofort zeichnen. Die Preisspanne für eine Aktie soll bei knapp 7,50 Euro liegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.