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Bahnprojekt : Zwei neue Sprecher für Stuttgart 21

  • Aktualisiert am

Ein Abrissbagger reißt am Hauptbahnhof in Stuttgart Teile des Nordflügels ein. Bild: dpa

Nach dem Rückzug des SPD-Politikers Drexler soll mit dem ehemaligen Regierungspräsidenten Andriof (CDU) und dem Unternehmensberater Dietrich eine Doppelspitze für „Stuttgart 21“ werben. Ministerpräsident Mappus und Bahnchef Grube lehnen einen Baustopp des Bahnprojekts weiter kategorisch ab.

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          Für das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll künftig eine Doppelspitze werben. Dem ehemaligen Stuttgarter Regierungspräsidenten Udo Andriof (CDU) wird der Leonberger Unternehmer Wolfgang Dietrich zur Seite gestellt.

          Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und Bahnchef Rüdiger Grube lehnen einen Baustopp des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 weiter kategorisch ab. „Meine Hand ist ausgestreckt bei der Ausgestaltung des Projekts“, sagte Mappus am Freitag bei der Präsentation der beiden neuen Projektsprecher in
          Stuttgart. „Aber einen Baustopp wird es nicht geben.“ Als möglichen Diskussionsstoff mit den Gegnern nannte Mappus die Gestaltung der Innenstadt.

          Auch Grube betonte: „Es wird keinen Baustopp geben. Ich kann meine Arbeit nicht von der Landespolitik oder Landtagswahlen abhängig machen.“ Mappus erklärte mit Blick auf die zeitgleich laufenden Sondierungsgespräche mit den Gegnern des Milliardenprojekts: Wenn das einzige Ziel bei den Gesprächen sei, Stuttgart 21 zu stoppen, dann sei der Dialog hinfällig.

          Soll die Bürger von „Stuttgart 21” überzeugen: Udo Andriof

          Die neuen Sprecher des Bahnprojekts Andriof und Dietrich werden wie ihr Vorgänger, der SPD-Politiker Wolfgang Drexler, ehrenamtlich arbeiten. Drexler hatte vor wenigen Tagen das Handtuch geworfen, weil seine Partei für einen sofortigen Baustopp von Stuttgart 21 ist.

          Sondierungsgespräch zwischen Gegnern und Befürwortern

          Auf Vermittlung des Stuttgarter Stadtdekans Michael Brock treffen sich am Freitag erstmals Gegner und Befürworter zu einem Sondierungsgespräch. Vonseiten der Projektpartner sollten der Technikvorstand der Bahn, Volker Kefer, Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) und der Amtschef des baden-württembergischen Umweltministeriums, Bernhard Bauer, teilnehmen. Die Gegner sollten Grünen-Stadtrat Werner Wölfle, der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen „Stuttgart 21“, Gangolf Stocker, und der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Conradi vertreten.

          In dem Gespräch sollte geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen ein Dialog zwischen beiden Seiten möglich ist. Die seit Wochen anhaltenden Proteste gegen „Stuttgart 21“ hatten seit Anfang August mit Beginn der sichtbaren Bauarbeiten an der Fassade des Nordflügels massiven Zulauf bekommen. Bei „Stuttgart 21“ wird der Stuttgarter Hauptbahnhof vom Kopf- zum unterirdischen Durchgangsbahnhof umgestaltet. Das Projekt soll rund vier Milliarden Euro kosten und bis 2019 fertiggestellt werden.

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          Unser Autor: Bastian Benrath

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