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Sturmgewehr G36 : Deutsche Gründlichkeit

Eine Kommission hat nach einjähriger Prüfung festgestellt, dass das seit zwanzig Jahren eingesetzte Sturmgewehr der Bundeswehr nicht immer treffsicher ist. An der Front in Afghanistan wusste man das schon lange.

          Das Gewehr gilt zwar nicht mehr als die Braut des Soldaten, doch ist es selbst im Zeitalter des „Cyberkriegs“ immer noch die wichtigste Waffe des Infanteristen. Es sollte auch unter widrigen Umständen zuverlässig funktionieren und treffsicher sein. Das erhoffte sich die Bundeswehr auch vom G36, das vor fast zwanzig Jahren das G3 als Standard-Sturmgewehr ablöste. Doch je mehr sich die Mission in Afghanistan zu einem Kampfeinsatz entwickelte, desto lauter wurden die Klagen über die Waffe.

          Eine vor einem Jahr eingesetzte Kommission kommt nun zu dem Schluss, dass die Soldaten an der Front nicht phantasierten und die Treffsicherheit des Gewehrs mitunter tatsächlich zu wünschen übrig lässt. Ob aber wegen der größeren Streuung gleich die ganze Truppe mit einem neuen Sturmgewehr ausgerüstet werden muss?

          Bei einer Neuanschaffung müsste auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Waffen unter allen vorstellbaren Einsatzbedingungen präzise ihren Dienst tun. Die Zeiten, in denen Sturmgewehre nur auf deutschen Übungsplätzen abgefeuert wurden, sind schon eine Weile vorbei.

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