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Stubaier Höhenweg : Leichtsinn am Berg

  • -Aktualisiert am

Hochmoor und Bergpanorama: Tausende wandern jedes Jahr auf dem Stubaier Höhenweg. Bild: Iris Kürschner / Lookphotos

Grüne Täler, rauhe Höhen - Wandern in den Alpen ist in Mode. Viele aber überschätzen sich. Und das kann sehr schnell tödliche Folgen haben.

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          Es ist ihre erste Nacht in den Alpen, und ausgerechnet jetzt hat es geschneit. Friederike, Antje und Nadine sind am Vortag aus Zwickau gekommen. Drei Tage lang wollen sie das machen, was seit einigen Jahren immer mehr Menschen tun. Sie wollen auf einem Höhenweg von Hütte zu Hütte wandern. Die drei sind um die 40 und bewegen sich gern in ihrer Freizeit. Bergsteiger oder Kletterer aber sind sie nicht. Gleichwohl, sagt Friederike, hätten sie sich bewusst für den auf knapp 3.000 Meter ansteigenden Stubaier Höhenweg entschieden. Sie befinden sich dort teilweise in hochalpinem Gelände, was gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. „Wir wollten keine langweilige Wanderung, sondern schon ein bisschen klettern."

          Doch während in Deutschland mehr als 30 Grad herrschen, hat es am Stubaier Höhenweg auf 2.300 Meter hinab geschneit. Keine guten Bedingungen. Der Schnee verdeckt die Wege und macht sie rutschig. Bei den zahlreichen steilen Auf- und Abstiegen, die vor den drei Freundinnen aus Sachsen liegen, kann das schnell gefährlich werden. „Wir gehen trotzdem", beschließen sie. Ein großer Teil der anderen Gäste auf der Dresdner Hütte entscheidet sich anders. Sie laufen entweder ins Tal zurück oder warten bis zum nächsten Tag. Dann soll der Schnee getaut sein.

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