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Streit um Klimapolitik : Was kommt nach Pillepalle?

Wie lange noch gibt es ein Nebeneinander von fossilen und erneuerbaren Energieträgern? Das Kohlekraftwerk Mehrum und Windräder produzieren in Niedersachsen Strom. Bild: dpa

In der Klimadebatte geht es um große Fragen: um die Wirtschaftsordnung und auch um die politische Ordnung. Die Parteien reagieren mit wohltuender Gelassenheit – und nach einem alten Muster.

          In der Klimapolitik hat Angela Merkel das Ende von „Pillepalle“ ausgerufen. Ganz ernst gemeint konnte das nach vierzehn Regierungsjahren nicht sein. Auch deshalb nicht, weil mehr auf dem Spiel steht, als Deutsche und Europäer selbst durch Revolutionen wie die der Wiedervereinigung des Kontinents oder der globalen Migrationsbewegungen gewohnt sind. Schließlich geht es um die Lebensgrundlagen der Menschheit. Da ist es nicht verwunderlich, dass es auch auf nationaler Ebene um alles geht: um die deutsche Wirtschaftsordnung und, setzen sich die Verbreiter von Endzeitstimmungen durch, auch um die politische Ordnung. Dabei stellen sich nicht nur Fragen wie: Droht eine Deindustrialisierung? Sondern auch: Geht es mit den freiheitlich-demokratischen Regeln schnell genug? Zwar wird, seit das „Klimakabinett“ über das Klimaschutzgesetz berät, allenthalben beteuert, es müsse die Marktwirtschaft walten. Gleichzeitig ist die Klimapolitik zum Tummelplatz rigoroser Kapitalismuskritik geworden. Beides wird sich kaum vereinbaren lassen.

          Der Gegensatz schimmert nicht nur in den Debatten durch, die sich die „Profis“ mit den Schülern und Studenten der Fridays-for-Future-Bewegung liefern. Auch die Parteien richten sich untereinander an ihm aus, wobei nicht immer klar ist, ob wirklich das Klimaziel oder nicht vielmehr der ordnungspolitische Weg im Mittelpunkt steht, dem sich das Ziel unterzuordnen hat. Deutlich wird das an der Polemik gegen „Klimaleugner“, die nicht etwa nur dann so genannt werden, wenn sie menschengemachten Klimawandel leugnen, sondern schon dann, wenn die Mittel, die sie vorschlagen, nicht dem Werkzeugkasten reiner Gesinnung entsprechen. Umgekehrt richtet sich auch die Polemik gegen „Apokalyptiker“ zuvörderst gegen die Mittel, mit denen liebgewonnene Freiheiten eingeschränkt und neue Freiheiten geschaffen werden sollen.

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          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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