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Streit über Konkordat : Beckstein: Grüner Angriff auf christliche Leitkultur

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Bayerns Ministerpräsident Beckstein (CSU) hat den Grünen einen „frontalen Angriff auf die christliche Leitkultur und die gläubigen Christen" in Bayern vorgeworfen. Der grüne Fraktionschef Dürr hatte gefordert, den Staatsvertrag zwischen Bayern und dem Vatikan zu überprüfen.

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          Bayerns Ministerpräsident Beckstein (CSU) hat den Grünen einen „frontalen Angriff auf die christliche Leitkultur und die gläubigen Christen“ in Bayern vorgeworfen.

          Der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag, Dürr, hatte gefordert, den seit 1924 bestehende Staatsvertrag zwischen Bayern und dem Vatikan zu überprüfen; Bischöfe und andere katholische Würdenträger sollten nicht länger aus Steuergeldern bezahlt werden, auch die Zahl der katholischen Lehrstühle gehöre auf den Prüfstand.

          Damit gehe der „Kirchenkampf“ der Grünen in die nächste Runde, sagte Beckstein. CSU-Generalsekretärin Haderthauer äußerte, der Vorschlag offenbare „eine kirchenfeindliche Gesinnung und zielt auf eine Entchristianisierung Bayerns“. Dürr sagte dagegen, es habe nichts nichts mit Religionsfeindlichkeit zu tun, dass er das Verhältnis zwischen Kirche und Staat neu definiert sehen wolle. Immer mehr Menschen gehörten keiner Religionsgemeinschaft an.

          Unterdessen äußerte Frau Haderthauer, die SPD mache sich in Hessen zum „nützlichen Idioten“ der Linkspartei. Obwohl die SPD 1946 gegen ihren Widerstand mit der KPD zur SED zwangsvereinigt worden sei, mache die hessische SPD-Landesvorsitzende Ypsilanti heute „gemeinsame Sache mit den Kommunisten“. Die SPD werde „zum Steigbügelhalter für Kader-Geschwader“.

          Der SPD-Vorsitzende Beck äußerte, Beckstein und Frau Haderthauer hätten „völlig die Contenance verloren“, weil in Bayern offen über einen Machtwechsel geredet werde. Die Linkspartei ließ mitteilen, der frühere bayerische Ministerpräsident Strauß habe 1983 mit dem Milliardenkredit für die DDR deren Lebensdauer verlängert. In Bayern wird am 28. September ein neuer Landtag gewählt.

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