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Strauß-Prozeß : Stoiber soll als Zeuge aussagen

  • Aktualisiert am

Soll aussagen: Edmund Stoiber Bild: dpa/dpaweb

War das Konto für die CSU bestimmt? Im Augsburger Steuerstrafprozeß gegen Max Strauß soll der bayerische Ministerpräsident Stoiber als Zeuge aussagen.

          Im Augsburger Steuerstrafprozeß gegen Max Strauß sollen der bayerische Ministerpräsident Stoiber und weitere führende CSU-Politiker als Zeugen aussagen.

          Der Vorsitzende Richter Maximilian Hofmeister sagte am Dienstag, auch Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, Finanzminister Kurt Faltlhauser, Staatskanzleichef Erwin Huber und die wirtschaftspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Dagmar Wöhrl, sollten vernommen werden.

          Der Politikersohn Strauß ist angeklagt, vom Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber über dessen Tarnkonto „Maxwell“ 2,66 Millionen Euro aus Airbus- und Panzergeschäften erhalten und nicht versteuert zu haben. Mit den Aussagen von Stoiber und den weiteren CSU-Politikern will das Gericht Schreibers Angaben nachgehen, das umstrittene Nummernkonto sei nicht für Max Strauß, sondern für die CSU bestimmt gewesen. Davon hätten sowohl der frühere Ministerpräsident Franz Josef Strauß als auch Stoiber gewußt.

          Richter Hofmeister sagte weiter, er habe die CSU-Politiker angeschrieben, aber noch keine Antworten erhalten. Als Regierungs- beziehungsweise Parlamentsmitglieder könnten die Politiker verlangen, an ihrem jeweiligen Amtssitz vernommen zu werden.

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