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Stellungskrieg in Libyen : Die Kriegsherren entmutigen

25.08.2019, Libyen, Tripolis: Ein Kämpfer der international anerkannten Regierung nimmt während der Zusammenstöße mit den Truppen der Libysch-Nationalen Armee (LNA) an der Frontlinie Stellung. Bild: dpa

Die Bundesregierung plant eine Konferenz mit der Zielsetzung, den Krieg in Libyen mit diplomatischen Mitteln zu beenden. Am Ende wird es auf Durchsetzungsbereitschaft ankommen.

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          Seit mehr als fünf Monaten findet in Libyen ein Stellungskrieg in der Hauptstadt Tripolis und ihrer Umgebung statt. Auf der einen Seite steht die unter UN-Vermittlung eingesetzte Regierung der Nationalen Übereinkunft unter Fajez Sarradsch, auf der anderen das Lager des ostlibyschen Militärführers Chalifa Haftar, der erfolglos versucht hatte, die Hauptstadt in einem Blitzkrieg unter seine Kontrolle zu bringen. Inzwischen ist der selbsternannte Feldmarschall in die Defensive geraten. Laut UN-Angaben wurden mehr als 100 Zivilisten getötet, mehr als 120000 vertrieben.

          Johannes Leithäuser

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Die Bundesregierung versucht nun, einen diplomatischen Ausweg aus diesem zerstörerischen militärischen Patt zu eröffnen. Dazu bereitet sie eine Konferenz vor, an der außer den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats (Amerika, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) und Deutschland auch Italien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei teilnehmen sollen.

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