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Amerika : Steinmeiers Warnung

Vor allem bei den Republikanern sind im amerikanischen Vorwahlkampf neoisolationistische Töne zu vernehmen. Die Verbündeten – auch Deutschland – sind nicht begeistert.

          In der internationalen Politik spielen die Vereinigten Staaten nicht mehr die Führungsrolle wie ehedem – die Regierung Obama stellt diese Sicht natürlich rigoros in Abrede, aber nicht wenige Regierungen, in Nahost wie in Europa, beklagen eine Verringerung des weltpolitischen Engagements Amerikas. Wird Obamas Nachfolger(in) dieses Engagement wieder hochfahren oder weiter reduzieren?

          Im Vorwahlkampf sind vor allem bei den Republikanern, vereinfachend gesagt, neoisolationistische Töne zu hören. Logisch, dass Verbündete der Vereinigten Staaten davon nicht begeistert sind. Deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass Außenminister Steinmeier die Amerikaner am „Super-Dienstag“ vor einem weltpolitischen Rückzug gewarnt hat – an einem Tag, an dem in vielen Bundesstaaten Vorwahlen stattfanden, bei denen auf Seiten der Republikaner der Populist Trump, bei einer Ausnahme, klarer Favorit war. Trump will Mauern errichten, will abschotten. Die Diskussion über Einwanderung, Globalisierung und damit verbundene Veränderungen trifft Amerika mit voller Wucht. Viele andere sind ebenfalls betroffen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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