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Steinmeier in Afghanistan : „Deutschland unterstützt Wiederaufbau und Stabilisierung“

  • Aktualisiert am

In Herat sollen die Isaf-Soldaten den Wiederaufbau schützen Bild: dpa

Der deutsche Außenminister ist zu einem nicht angekündigten Besuch nach Afghanistan gereist. Am Freitagmorgen traf Steinmeier in der Stadt Herat im Westen des Landes ein. Amerika und die Nato fordern Deutschland zu einem stärkeren Engagement am Hindukusch auf.

          Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist überraschend nach Afghanistan gereist. Am Freitagmorgen traf der stellvertretende SPD-Vorsitzende in der Stadt Herat im Westen des Landes ein, wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte. Der zuvor nicht angekündigte dritte Besuch Steinmeiers in Afghanistan soll noch bis Montag dauern. In Herat wurde mit deutscher Hilfe eine Trinkwasserversorgung für rund eine halbe Million Menschen geschaffen.

          Der Minister wollte am Freitag das Projekt in afghanische Hände übergeben und sich in der Altstadt zum Fortgang der Restaurierung informieren. Deutschland setzt sich laut Auswärtigem Amt seit Jahren für die Restaurierung der historischen Altstadt in dem traditionellen kulturellen Zentrum ein. Daneben standen Gespräche mit der örtlichen Führung sowie mit Vertretern der Zivilgesellschaft auf dem Programm.

          „Verantwortung für die Nordregion“

          An der Universität von Herat, zu der Deutschland enge Beziehungen unterhält, wollte Steinmeier mit Studenten zu einer Diskussionsveranstaltung zusammentreffen. Die Afghanistanreise findet wenige Wochen nach der Pariser Afghanistankonferenz statt, wo die internationale Gemeinschaft und die afghanische Regierung eine kritische Zwischenbilanz ihrer bisherigen Arbeit gezogen haben. (Siehe auch: Fünf-Jahres-Plan für Afghanistan)

          Obama meets Steinmeier

          Das Ministerium erklärte: „Deutschland ist einer der größten Unterstützer von Wiederaufbau und Stabilisierung in Afghanistan und hat im Rahmen des internationalen Sicherheitseinsatzes Isaf die Verantwortung für die Nordregion übernommen.“

          In ihrem Afghanistankonzept hat die Bundesregierung eine weitere Verstärkung des zivilen Wiederaufbaus und ein flächendeckenderes Engagement beschlossen. Bis zum Jahr 2010 hat Deutschland den Angaben zufolge über 1,1 Milliarden Euro für den zivilen Wiederaufbau zugesagt. Besonderes Augenmerk gilt der Ausbildung, sowohl im Sicherheitsbereich als auch bei der Berufsbildung.

          Obama wirbt für verstärktes deutsches Engagement

          Der designierte amerikanische Präsidentschaftskandidat Obama hatte bei seinen Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und Steinmeier in Berlin, Deutschland und die europäischen Staaten zu gemeinsamem Vorgehen gegen den internationalen Terrorismus aufgefordert. Nur gemeinsam könnten Europa und die Vereinigten Staaten Erfolg haben.

          Das Bundeskabinett hatte kürzlich eine Vergrößerung des Bundeswehrkontingents in Afghanistan um tausend Soldaten beschlossen habe. Steinmeier hatte unmittelbar vor seiner Abreise nach seinem Gespräch mit Obama geäußert, er sehe keine grundlegenden Differenzen über den deutschen Einsatz in Krisengebieten wie Afghanistan. Es hieß, der Minister habe das deutsche Engagement in Afghanistan erläutert und den Zusammenhang zwischen zivilem Wiederaufbau und militärischer Absicherung.

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