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Pläne von Matteo Salvini : Das Nahziel ist die Machtübernahme

Italiens früherer Innenminister Matteo Salvini spricht auf einer Demonstration in Rom. (Archivfoto) Bild: Reuters

Nach dem Ausscheiden aus der Koalition strebt Matteo Salvini eine baldige Rückkehr in die italienische Regierung an – als Ministerpräsident. Dabei will er Teil einer speziellen Allianz werden.

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          Aus seinen Plänen für 2020 macht Matteo Salvini kein Geheimnis: Er will, nachdem er sich Anfang August 2019 selbst aus der panpopulistischen Koalition mit der Fünf-Sterne-Bewegung sowie aus dem Amt des Innenministers katapultiert hatte, zurück an die Regierung in Rom. Und zwar als Ministerpräsident. Er übe schon fleißig für seinen neuen Job, gestand Salvini offenherzig in einem Zeitungsgespräch kurz vor dem Jahreswechsel.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Seine Zeit in der Opposition habe er genutzt, um sein Netz von politischen Beziehungen dichter zu knüpfen und um neue Allianzen zu schmieden, auch im Ausland, berichtete Salvini. Bei seinen zahlreichen Wahlkampfauftritten für seine rechtsnationalistische Partei Lega in ganz Italien habe er von Unternehmern und von Fabrikarbeitern, von jungen Leuten und sogar von Immigranten gleichermaßen größten Überdruss über die seit Anfang September amtierende Linkskoalition von Fünf Sternen und Sozialdemokraten erfahren.

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