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Freiwillig oder mit Zwang? : Datenschutz-Experten beurteilen Corona-App

  • -Aktualisiert am

Eine Frau fotografiert mit ihrem Smartphone am Berliner Alexanderplatz. Bild: AFP

Die Nachverfolgung von Infektionsketten mit einer App ist entscheidend für die Pandemiebekämpfung. In diesem Gastbeitrag schildern drei Datenschützer, was ihrer Meinung nach beachtet werden muss.

          7 Min.

          Je besser und schneller eine „Corona-App“ kommt, desto größer ist die Bewegungsfreiheit, die uns allen eingeräumt werden kann. Das Mittel der Wahl scheint eine Handy-App zu sein, die Kontakte mit infizierten Personen nachvollziehbar machen kann. Das Ziel ist es, möglichst viele zum Mitmachen zu bringen. Nur dann kann es funktionieren.

          Und da ist es fraglich, ob dies freiwillig gelingen kann. Sicher ist: Einige würden die App nicht nutzen aus Gleichgültigkeit und weil ihnen das zu lästig ist, einige würden sie nicht nutzen, weil sie Datenschutzbedenken haben. Niemand weiß, wie viele – aber Schätzungen gehen davon aus, es wäre etwa die Hälfte der Bevölkerung, und dann würde das System eben nicht funktionieren.

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