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Es mangelt an fast allem : Warum Deutschland für Katastrophen so schlecht gerüstet ist

Das Berliner Rote Kreuz übt am 15.03.2015 auf dem Bundeswehrübungsgelände in Lehnin (Brandenburg) den Ernstfall. Bild: Picture-Alliance

Mit Ende des Kalten Krieges verschwand der Katastrophenschutz in Deutschland vom Radar. Wer wie Thomas de Mazière neue Konzepte vorstellte, erntete Spott. Die Folgen sind nun spürbar.

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          Manchmal kommt das Schlechte vom vermeintlich Guten. Ein Teil der Probleme, die Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat, geht auf eine erfreuliche Sache zurück: den Frieden. Nachdem vor 30 Jahren der Kalte Krieg zu Ende war, schien die Bundesrepublik nur noch von Freunden umzingelt. Nicht nur die Bundeswehr wurde deswegen stark geschrumpft, sondern auch der Zivilschutz.

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten.
          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Nachdem sich die alte Bundesrepublik vierzig Jahre lang auf einen Angriff aus dem Ostblock vorbereitet hatte, wurden nach 1990 binnen eines Jahrzehnts rund 200 Notfallhospitäler, Hunderte Lager mit Medikamenten, Schutzausrüstung und Wolldecken aufgelöst. Sie alle hätten das bereithalten sollen, was im Falle von Krieg oder Katastrophen nötig schien, um Verletzte und Kranke zu versorgen. Das Material wurde in Krisengebiete verschenkt, und auch das Bundesamt für Zivilschutz wurde 2000 aufgelöst. Die Zivilschutzeinrichtungen der DDR wurden erst gar nicht weitergeführt.

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