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Debatte um Vermögenssteuer : Warum sich der Staat zurückhalten muss

  • -Aktualisiert am

Der Staat muss sich zurückhalten; die Gesamtsteuerlast auf wenige Einzelsteuern zurückgenommen werden. Bild: dpa

Reich werden ist steuerbar – reich sein dagegen grundsätzlich steuerfrei. Die öffentliche Hand sollte kein Verteilungsunrecht schaffen und sich auf wenige Steuern konzentrieren. Ein Gastbeitrag.

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          Freiheit heißt, sich unterscheiden zu dürfen. Die Berufsfreiheit berechtigt den Menschen, durch Arbeit möglichst viel Einkommen zu erzielen. Die Eigentümerfreiheit garantiert eine Nutzung des Eigentums, die das Vermögen des Eigentümers ständig mehrt. Die Verschiedenheit von individuellem Einkommen und Vermögen ist Ausdruck gelingender Freiheit.

          Der Rechtsstaat setzt auf die Erfahrung, dass individueller Wohlstand mit allgemeiner Prosperität einhergeht. Er anerkennt individuelle Vermögensunterschiede als freiheitlich gerechtfertigt. Er dürfte einem Eigentümer nicht ein Kunstwerk oder Grundstück wegnehmen, weil dieser zu viel Vermögen hätte.

          Die Frage einer staatlichen Umverteilung von Vermögen stellt sich, wenn der Staat durch Subventionen oder andere Begünstigungen zu einer ungerechten Vermögensverteilung beigetragen hat oder die Europäische Zentralbank 40 Milliarden Euro monatlich neu verteilt, ohne dabei die Frage zu stellen, welche Unionsbürger oder welche Unionsinländer diese Geldsummen erhalten sollen. Diese Vermögensverteilung wird allein aus ihren Wirkungen am „Markt“ – einem prozentualen Wirtschaftswachstum oder einer Inflationsrate – gerechtfertigt.

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