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Gastbeitrag nach Trumps Kritik : Es geht nicht ohne die WHO

  • -Aktualisiert am

Der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Pressekonferenz am 11. März 2020. Bild: AFP

Donald Trump stellt die Rolle der WHO in Frage. Doch trotz einzelner Ungereimtheiten im Krisenmanagement ist sie ein Musterbeispiel für eine gut funktionierende internationale Organisation. Ein Gastbeitrag.

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          Ende 2019 trat in der chinesischen Stadt Wuhan ein neues Virus auf, SARS-CoV-2, das eine atypische Form von Lungenentzündung verursacht, COVID-19. Der Erreger hat eine Pandemie ausgelöst, die weltweit schon viele Opfer gefordert, zu bislang unvorstellbar restriktiven Maßnahmen geführt und neue politische Konflikte erzeugt hat. Sogar die bisherige multilaterale Weltordnung steht auf dem Spiel, wie das Rechtsregime der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt.

          Die WHO dient seit 1948 dem globalen Multilateralismus und erstarkte nach dem Fall der Berliner Mauer zu einem Hoffnungsträger menschheitsfreundlicher global governance. Ihre Befugnisse sind umfangreicher als die der meisten anderen globalen Institutionen. Sicherlich kann sie keine lockdowns verhängen, Krankenhausbetten global verteilen oder Therapien verordnen. Sie kann aber, anders als die meisten globalen Organisationen, per Mehrheitsbeschluss der Mitgliederversammlung verbindliche Regulierungen erlassen. So beschloss sie 2005, unter amerikanischer Führung, die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV), welche der internationalen Zusammenarbeit bei Pandemien Vorgaben machen und einen unerlässlichen Baustein der gegenwärtigen Krisenbekämpfung bilden. Weiter hat die WHO mit weltweiter Gültigkeit festgestellt, dass es sich um eine Pandemie handelt, und so dem Handeln von 194 aufgeschreckten Regierungen einen gemeinsamen Rahmen gesetzt.

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