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Macrons Rentenreform : Die französische Ausnahme

In Paris protestieren im Dezember Demonstranten mit Leuchtfackeln und Plakaten gegen die geplante Rentenreform. Bild: dpa

Auch zu Beginn des Jahres 2020 ist Frankreich im Teufelskreis zwischen Misstrauen und Glauben an den Staat gefangen. Daran hat allerdings auch die französische Regierung selbst ihren Anteil.

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          Frankreich hat sich im Zuge des europäischen Einigungsprozesses von etlichen nationalen Besonderheiten verabschiedet, aber bei der Reformbereitschaft besteht die „französische Ausnahme“ fort. Nach einem Monat Streiks und Protesten gegen die geplante Rentenreform ist die gesellschaftliche Unterstützung für den Ausstand nur geringfügig zurückgegangen. 60 Prozent der Franzosen geben laut einer jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Harris Interactive an, die Protestbewegung gutzuheißen.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Anfang Dezember lag die Unterstützung bei 69 Prozent. Obwohl gerade im Wirtschaftszentrum des Landes, in der Hauptstadtregion Île-de-France, die Streiks im öffentlichen Nahverkehr die Mobilität von Millionen Arbeitnehmern täglich behindern, hat sich die Bevölkerung nicht mehrheitlich von der Streikbewegung abgewandt. Auch die Einschränkungen im Fernverkehr der Bahn, die während der Feiertage anhielten und Familienbesuche sowie die Urlaubsplanung erschwerten, haben nicht zur einer klaren Abkehr beigetragen.

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