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Lebenslange Haft für Zschäpe : „Eine Aufhebung des Urteils ist völlig unwahrscheinlich“

Urteil nach mehr als 430 Prozesstagen: Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts München mit ihrem Anwalt Hermann Borchert Bild: dpa

Beate Zschäpes Verteidiger haben noch am Vormittag eine Revision angekündigt. Strafverteidiger Gerhard Strate spricht mit „F.A.Z. Einspruch“ über die Erfolgsaussichten.

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          Herr Strate, die Verteidiger Zschäpes haben schon angekündigt, Revision gegen das heute ergangene Urteil einzulegen. Auf welche Revisionsgründe könnten sie sich stützen?

          Marlene Grunert

          Redakteurin in der Politik.

          Es gibt bei Revisionen ja immer die Möglichkeit, verfahrensrechtliche oder materiellrechtliche Fehler zu rügen. Materiellrechtliche Rügen beziehen sich vor allem auf die Feststellungen zum Sachverhalt und seine rechtliche Bewertung, so wie sie in den schriftlichen Urteilsgründen niedergelegt wird. Das größte Thema wird in der Revision die Frage der Mittäterschaft sein. Seit Beginn des Prozesses war das die große Kontroverse zwischen Verteidigung und Bundesanwaltschaft.

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