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Den Kirchenaustritt erklären : Zum Pfarramt, nicht zum Standesamt!

Auch die evangelische Kirche nahm mehr Kirchensteuern ein. Hier wird die sogenannte Kollekte bei einem evangelischen Gottesdienst eingesammelt. Das ist eine zusätzliche Spende. Bild: Jens Gyarmaty

Manche Leute stellen auf dem Amt fest, dass sie gar nicht wissen, aus welcher Kirche sie austreten wollen. Andere wissen Bescheid und wollen reden: über Steuern, Missbrauch, Vertuschung. Aber doch nicht mit einem Vertreter des Staates. Ein Gastbeitrag in fünf Kapiteln.

  • -Aktualisiert am
          8 Min.

          Kapitel 1: Für 30 Euro ist man raus

          Auf die Zunahme der Kirchenaustritte reagieren die Kirchen hilflos. Dass die meisten Mitglieder sonntags nicht mehr in die Kirche gehen, dass vielen Mitgliedern die Kirchen fremd und gleichgültig geworden sind, dass die Kirchen Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Bedeutung verloren haben – die Kirchen wissen es. Sie wollen es auch nicht einfach hinnehmen.

          Die katholische Kirche setzt, so der Sekretär der Bischofskonferenz, auf den synodalen Weg, auf stärkere Beteiligung von Gemeinden und Mitgliedern. Die evangelische Kirche will, so ihr Ratsvorsitzender, die Bedeutung der christlichen Botschaft deutlicher machen. Aber stärker beteiligen lassen sich nur die, die schon am Kirchen- und Gemeindeleben beteiligt sind, und deutlicher kann die Bedeutung der christlichen Botschaft nur denen gemacht werden, denen die christliche Botschaft überhaupt noch etwas bedeutet. Wie steht es mit denen, die mit der christlichen Botschaft, mit Kirche und Gemeinde abgeschlossen haben?

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