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Asylanspruch durch Konversion : Ist Ahmad A. wirklich ein Christ?

Jeder Kläger muss sich einer individuellen Glaubensbefragung durch das Gericht unterziehen – nur etwa ein Fünftel der Kläger bekommt danach Recht. Bild: Daniel Karmann/dpa

Ahmad A. droht die Abschiebung, denn Iraner bekommen fast nie Asyl in Deutschland. Es sei denn, sie wechseln ihren Glauben – und ein Richter nimmt es ihnen ab.

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          Richter Andreas Müller hat schlechte Nachrichten: „Ihr Anwalt hat eben angerufen, um mitzuteilen, dass er nicht erscheint.“ Damit hat Ahmad A. ein Problem mehr – und das an dem Tag, von dem er sich so viel erhofft hat. Ahmad A., 1981 in Teheran geboren, kam vor drei Jahren mit vielen anderen jungen Männern über die Balkan-Route nach Deutschland, ließ sich taufen und beantragte Asyl.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Da er nun Christ sei, könne er nicht in seine Heimat zurück, argumentierte er. Denn dort wird die Abkehr vom Islam hart bestraft – mit langer Haft oder gar dem Tod. Daraus folgt, dass Christsein für Iraner ein Bleiberecht in Deutschland begründen kann.

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