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SS-Massaker in Italien 1944 : An einem schrecklichen Ort

Zeigte nie Reue: SS-Mann Erich Priebke verlässt ein italienisches Kriegsgericht in Rom im Juli 1996. Bild: AP

Das Massaker in den Ardeatinischen Höhlen wurde in Italien zum Symbol der deutschen Besetzung. Bis heute spielt es eine große Rolle in der italienischen Gedenkkultur.

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          Den 75. Jahrestag des Massakers in den Ardeatinischen Höhlen vom 24. März 1944 hat sie nicht mehr erlebt: Rosetta Stame, langjährige Vorsitzende der Vereinigung der Angehörigen der Opfer, starb am 27. Februar mit 81 Jahren. Bei den jährlichen Gedenkfeiern hatte Rosetta Stame stets die Namen der Ermordeten verlesen.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Ihren Vater, den aus Foggia in Apulien stammenden Operntenor und kommunistischen Widerstandskämpfer Nicola Ugo Stame, hatte die damals sechs Jahre alte Rosetta 1944 bei einem der letzten Besuche mit der Mutter im berüchtigten Gefängnis „Regina Coeli“ in Rom gefragt, warum er denn an so einem schrecklichen Ort wohne. Antwort des Vaters: „Ich bin hier, damit nie wieder ein Kind erleben muss, was du derzeit erlebst.“

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