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Spionagebasis : Trump erzürnt Iraker mit Iran-Äußerungen

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„Sollte jemand nach der Entwicklung von Atomwaffen streben, werden wir es wissen, bevor er es tut“, sagt Donald Trump. Bild: AFP

Amerikas Präsident will einen irakischen Luftwaffenstützpunkt dauerhaft dazu nutzen, Iran zu observieren. Sein deutscher Botschafter vergleicht das Mullah-Regime mit dem IS.

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          Amerikas Präsident Donald Trump hat in Bagdad mit der Äußerung für Empörung gesorgt, dass die Streitkräfte der Vereinigten Staaten vom Irak aus „Iran überwachen“ sollten. „Die irakische Verfassung verbietet die Nutzung des Irak als Stützpunkt, um ein benachbartes Land zu attackieren“, sagte der irakische Präsident Barham Saleh am Montag. Die amerikanischen Truppen seien auf der Grundlage gemeinsamer Vereinbarungen im Irak, und jede Aktivität außerhalb dieses Rahmens sei „inakzeptabel“.

          Trump hatte am Sonntag dem Fernsehsender CBS gesagt, die Vereinigten Staaten wollten den irakischen Luftwaffenstützpunkt Ain al Assad „behalten“, um von dort aus „Iran zu überwachen“. „Sollte jemand nach der Entwicklung von Atomwaffen streben, werden wir es wissen, bevor er es tut“, sagte Trump mit Blick auf Teheran. Im Irak, wo es schon lange Forderungen nach einem Abzug der amerikanischen Truppen gibt, stießen diese Äußerungen umgehend auf Protest.

          Der Abgeordnete Sabah al Saadi sagte, „der Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak ist eine nationale Pflicht“. Der Abgeordnete der Fraktion des schiitischen Predigers Moktada al-Sadr forderte, umgehend einen Gesetzentwurf für den Abzug anzunehmen, den er kürzlich ins Parlament eingebracht hatte. Der Abgeordnete Hassan al-Kaabi, der ebenfalls al-Sadr nahesteht, sprach von einer „neuen Provokation“ Trumps.

          Trump hatte die Iraker bereits verärgert, als er zu Weihnachten zu einem Truppenbesuch nach Ain al Assad gereist war, ohne dabei Vertreter der irakischen Regierung zu treffen. Offiziell unterhalten die Vereinigten Staaten keine eigenen Stützpunkte mehr im Irak, sondern haben nur Militärberater auf irakischen Basen stationiert, um die irakische Armee auszubilden und im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zu unterstützen.

          „Die Mission der amerikanischen Armee im Irak ist es, die irakischen Sicherheitskräfte gegen den Terrorismus zu unterstützen, nicht die anderen zu ’überwachen’“, sagte auch der kurdische Oppositionsabgeordnete Sarkawt Tschemseddin. Der proiranische Abgeordnete Hassan Salem sagte in Richtung der Vereinigten Staaten, der Irak sei „nicht euer Heimatboden, und wir akzeptieren nicht länger ausländische Truppen auf unserem Boden“.

          Der amerikanische Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, verglich das Vorgehen Irans gegen Schwule derweil mit Gräueltaten des IS. „Irans abscheuliche Maßnahmen stehen der Brutalität und Grausamkeit der Terrormiliz in nichts nach“, schrieb er in einem Gastkommentar in der „Bild“-Zeitung. „Im Iran, wo selbst neunjährige Kinder zum Tode verurteilt werden können, werden schwule Teenager öffentlich gehängt, um andere so zu verängstigen und einzuschüchtern, dass sie es nicht wagen, sich zu outen.“

          Niemand dürfe Peitschenhiebe oder den Tod fürchten, weil er homosexuell sei, schrieb Grenell. „Man kann unterschiedlicher Ansicht über Homosexualität sein, aber niemand sollte jemals strafrechtlich verfolgt werden, weil er homosexuell ist.“

          Der 52 Jahre alte Botschafter wurde im amerikanischen Bundesstaat Michigan als Sohn tiefreligiöser Eltern geboren. Er äußerte sich oft über seinen Glauben und seine inneren Konflikte, mit denen er rang, bevor er 1999 seine Homosexualität öffentlich machte. Seit Mai 2018 ist der Vertraute von Amerikas Präsident Donald Trump Botschafter in Berlin.

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