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Missbrauch von Daten : Welche Rolle spielte Cambridge Analytica beim Brexit?

Noch zusammen, bald getrennt: Die britische und die europäische Flagge. Bild: AFP

So viele Daten! Fünfzig Millionen Facebook-Profile sind eine mächtige Waffe. Donald Trump sollen sie dabei geholfen haben, Präsident zu werden. Jetzt rückt der EU-Austritt der Briten in den Fokus.

          8 Min.

          Im Februar 2016 erschien ein Beitrag über die amerikanische Präsidentenwahl in einem Magazin für die Werbebranche. Der Autor hieß Alexander Nix, Geschäftsführer von „Cambridge Analytica“, einem Unternehmen für Datenanalyse und Politikberatung. Es arbeitete damals für Ted Cruz, der sich für die Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur bewarb. Es war der Anfang der Vorwahlen. Cruz hatte gerade einen überraschenden Sieg in Iowa eingefahren. Und Nix erklärte, wie das gelungen sei. Sein Unternehmen verfüge über einen riesigen Schatz: 5000 Einzeldaten über nahezu jeden Wahlberechtigten in Amerika. Damit könne man mögliche Wähler genau orten, sie gezielt ansprechen und zur Wahl bewegen. Cruz habe sein Publikum daher besser gekannt als jeder andere Bewerber.

          Thomas Gutschker
          (T.G.), Politik

          Man weiß, wie die Sache ausging. Ziemlich bald setzte sich der Mann durch, den anfangs kaum jemand auf der Rechnung hatte: Donald Trump. Geschäftsführer Nix nannte ihn spöttisch „den bombastischen Milliardär“. Doch fünf Monate später stand er selbst in Trumps Diensten. Cambridge Analytica stellte Trump seinen Datenschatz zur Verfügung für den Kampf gegen Hillary Clinton. Man weiß auch, wie das ausging. Für Nix war es der größte Erfolg seiner Laufbahn als Politikberater. Er hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, wie wichtig die Daten dafür waren.

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