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SPD : Nahles im Parteivorstand - Gabriel durchgefallen

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Gabriel: „Minister haben ohnehin Zutritt zum Parteivorstand” Bild: dpa/dpaweb

Nur zwei Stimmen fehlten Sigmar Gabriel, um in den SPD-Vorstand gewählt zu werden. Auf einen zweiten Wahlgang wollte es der designierte Umweltminister nicht ankommen lassen. Andrea Nahles dagegen zieht wieder in den Vorstand ein.

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          Der designierte Umweltminister Sigmar Gabriel hat auf eine weitere Kandidatur für den SPD-Vorstand verzichtet. Gabriel war am Dienstag auf dem Parteitag in Karlsruhe im ersten Wahlgang durchgefallen. Ihm hatten zwei Stimmen für die erforderliche Mehrheit gefehlt.

          „Minister haben ohnehin Zutritt zum Parteivorstand“, sagte Gabriel. Auch ohne aktives Stimmrecht könne er dort gut mitarbeiten.

          Nahles wiedergewählt

          Die Parteilinke Andrea Nahles wurde dagegen am späten Nachmittag im ersten Wahlgang in den Vorstand gewählt; sie erhielt 323 Stimmen. Frau Nahles hatte mit ihrer Kandidatur für das Amt des Generalsekretärs den Rückzug des Parteivorsitzenden Müntefering bewirkt. Danach hatte sie ihre Kandidatur für dieses Amt zurückgezogen, kandidierte aber wieder für den Vorstand.

          Andrea Nahles freut sich über ihre Wiederwahl

          Erst im zweiten Wahlgang kamen der neue niedersächsische SPD- Vorsitzende Garrelt Duin, die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer und Juso-Chef Björn Böhning in den Vorstand.
          SPD-Linke, die sich für Nahles als Generalsekretärin ausgesprochen hatten, wurden dagegen problemlos gewählt. Dazu gehörte der frühere Juso-Vorsitzende Niels Annen, der niedersächsische Fraktionschef Wolfgang Jüttner, die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti sowie ihr saarländischer Kollege Heiko Maas. Dagegen scheiterte der frühere Verkehrminister Kurt Bodewig auch im zweiten Wahlgang.

          Thierse erzielt bestes Ergebnis

          Das beste Ergebnis erzielte Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (410 Stimmen), gefolgt vom SPD-Fraktionschef im Landtag von Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn (406), und dem künftigen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Peter Struck (399), der erstmals für den Vorstand kandidierte. Mit 369 Stimmen kam der designierte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee neu in den Vorstand.

          Bei der Zusammensetzung des Parteivorstandes wird auf eine gleichmäßige Verteilung der Vertreter auf die Landesverbände geachtet. Zur Wahl für den 45 Mitglieder starken Vorstand gab es einen Überschuß von sieben Kandidaten. Am Dienstag war zunächst Matthias Platzeck zum neuen Parteivorsitzenden gewählt worden. (Siehe auch: SPD wählt Platzeck zum neuen Vorsitzenden)

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