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Spanien : Spanische Bürgermeister gegen Homo-Ehen

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Die Bürgermeister mehrerer spanischer Städte kündigten an, das vom Parlament verabschiedete Gesetz über die Homosexuellen-Ehe zu boykottieren. „Aus Gewissensgründen“ würden sie es ablehnen, homosexuellen Paare zu trauen.

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          Die Bürgermeister mehrerer spanischer Städte wollen das vom Parlament verabschiedete Gesetz über die Homosexuellen-Ehe boykottieren. Sie kündigten an, in ihren Standesämtern „aus Gewissensgründen“ keine homosexuellen Paare zu trauen.

          Dazu gehörten nach Presseberichten vom Mittwoch die konservativen Bürgermeister von Städten wie Valladolid, León oder Avila. Sie folgten damit einem Aufruf des Vatikans, der die Homo-Ehe strikt ablehnt.

          „Ich werde es nicht tun“

          „Auch wenn man mir erlaubt, Homosexuelle zu verheiraten, werde ich es nicht tun“, sagte der Bürgermeister von Valladolid, Javier Leon de la Riva, der Zeitung „La Razon“ vom Dienstag.

          Er habe nichts dagegen, wenn homosexuelle Paare die gleichen Rechte erhielten wie heterosexuelle, sagte das Mitglied der konservativen Volkspartei (PP). Aber es sei „nicht gut“, solch einen Bund als „Ehe“ zu bezeichnen. Der Bürgermeister von Villarta de San Juan, Vicente Gil Ortega, sagte, „als Katholik“ könne er keine Homosexuellen trauen.

          Gesetz ab Sommer in Kraft

          Die spanische Regierung wies demgegenüber darauf hin, daß ein solcher Boykott einen Verstoß gegen die Gesetze bedeuten und von den Gerichten geahndet würde. Die konservativen Bürgermeister großer Metropolen wie Madrid, Valencia oder Málaga kündigten an, daß sie das Gesetz respektieren werden, auch wenn sie es selbst ablehnten.

          Das am Donnerstag vergangener Woche in erster Lesung vom spanischen Parlament beschlossene Vorhaben sieht vor, daß homosexuelle Paare nicht nur heiraten, sondern auch Kinder adoptieren dürfen. Das Gesetz, das noch vom Oberhaus verabschiedet werden muß, soll noch in diesem Sommer definitiv verabschiedet werden und in Kraft treten.

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