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Spaltungen in der Kirche : Papst erkennt Mitverantwortung an

  • -Aktualisiert am

Bild: dpa

In einem Youtube-Video ruft Papst Franziskus zur Einheit aller Christen auf - und übt Selbstkritik. Dass er sich gemeinsam mit einem evangelikalen Bischof vor die Kamera stellte, gilt in der Kurie als Sensation.

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          Papst Franziskus hat in einem gemeinsamen Youtube-Auftritt mit einem Bischof der evangelikalen Pfingstler-Bewegung seinen Wunsch zur Einheit mit allen Christen geäußert und die katholische Kirche für Spaltungen mitverantwortlich gemacht. In seinem Arbeitszimmer im Gästehaus der Heiligen Martha sprach der Papst auf Italienisch in eine wackelnde Handykamera.

          Franziskus sagte, es sei sinnlos zu fragen, wer für die Spaltungen verantwortlich sei: „Wir sind es alle. Wir sind alle Sünder. Es gibt nur einen, der Recht hat, und das ist unser Gott”.

          Der Papst äußerte, er bete zu Gott, „dass er uns wieder vereint“. Bisher hatte sich der Papst vor allem über den Wunsch engerer Bindungen zu orthodoxen Kirchen geäußert. Dass er sich jetzt mit dem evangelikalen Bischof Anthony Palmer in einem Video an eine Leiter-Konferenz von Pfingstgemeinden in Texas wendete, gilt in der Kurie als Sensation. Palmer ist Ökumenebeauftragter der „Communion of Evangelical Episcopal Churches“, einer anglikanischen Gemeinschaft. Palmer kennt den Papst aus dessen Zeit als Erzbischof von Buenos Aires.

          Mit den verschiedenen Denominationen sei es wie mit Familien, sagte der Papst. „Wir sollten voranschreiten. Wir sind Brüder.“ Man solle einander umarmen und sich öffnen, damit Gott das Werk beenden könne. „Ich habe noch nie gesehen, dass Gott Wunder tat, ohne sie abzuschließen“.

          In der Regel werden päpstliche Äußerungen nur vom Vatikan veröffentlicht. Im Januar warnte der Pressesaal des Heiligen Stuhles vor Zitaten, die nicht autorisiert seien.

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