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Sotschi : Protestzone 12 Kilometer von Olympia-Gelände entfernt

  • Aktualisiert am

Präsident Putin und sein Vertrauter Kosak besuchen Anfang Januar einen Austragungsort der Spiele nahe Sotschi Bild: REUTERS

Erst wollte Russland während der Olympischen Spiele in Sotschi überhaupt keine Proteste zulassen. Nun gibt es eine eigens ausgewiesene Zone dafür - allerdings weit abseits des Geschehens.

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          Die von Russlands Präsident Wladimir Putin zugelassene „Protestzone“ während der Olympischen Winterspiele liegt gut zwölf Kilometer von den Wettkampfstätten entfernt. Die Behörden in Sotschi hätten ein Gelände im Stadtteil Chosta ausgewiesen, sagte der zuständige stellvertretende Ministerpräsident Dmitrij Kosak am Freitag der Agentur Interfax. Es gebe allerdings noch keinen einzigen Antrag für Proteste. Zugleich warnte Kosak vor nicht genehmigten Demonstrationen.

          Die Olympischen Spiele vom 7. bis 23. Februar seien kein Ort für politische Kundgebungen, sagte der Vertraute von Putin. „Sollte es unerlaubte Demonstrationen geben, wäre das ein Fall für die Rechtsschutzorgane“, so Kosak. Russland hatte nach scharfer internationaler Kritik angekündigt, Demonstrationen in einer „Protestzone“ zuzulassen. Zunächst sollten überhaupt keine Kundgebungen erlaubt werden.

          Der Vizepremier kündigte an, dass etwa 30.000 Gastarbeiter den Betrieb in Sotschi während der Spiele aufrechterhalten würden. Die Stadt müsse weiter als Kurort funktionieren. Ausstehende Zahlungen an die Migranten, die vor allem aus verarmten früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien stammen, würden in Kürze beglichen, versprach Kosak. Menschenrechtler hatten wiederholt eine Ausbeutung der Arbeiter und sklavenähnliche Zustände angeprangert.

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