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Sondierungsgespräche : Vertraute Partner

Weder Merkel noch Bouffier wollen sich vor den Entscheidungen der nächsten Legislaturperiode auf unbekanntes Terrain vorwagen. Das spricht für die große Koalition - und gegen eine Expedition mit den Grünen.

          In Hessen wie im Bund läuft derzeit alles in vertrauten Bahnen. Das ist auch der Grund, warum es so läuft – in Richtung großer Koalition. Weder die Bundeskanzlerin noch der hessische Ministerpräsident gehören zu den Politikern, die mit Projekten auf sich aufmerksam machen, die sie in unbekanntes Terrain vordringen lassen und die sie nicht mehr unter Kontrolle haben könnten.

          Im Bund stehen Entscheidungen an, die alles andere als Unsicherheit vertragen. In Hessen gilt das auch – verbunden noch mit Prestigeobjekten wie dem Ausbau des Frankfurter Flughafens. Jenseits strategischer oder ideologischer Überlegungen spricht das gegen die andere Möglichkeit, die sich Angela Merkel und Volker Bouffier bietet, das Bündnis mit den Grünen.

          Die CDU müsste dann aber die Frage abermals vertagen, ob sich ihr in absehbarer Zeit ein anderer Partner öffnet als die FDP. Irgendwann wird aus der Chance der CDU eine verpasste Chance, die sich nur die CSU leisten kann. Die Grünen agieren derzeit allerdings so, als bereiteten sie sich schon auf den nächsten Wahlkampf vor. Auch so kann man der SPD die Arbeit erleichtern.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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