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Sieger im Exzellenzwettbewerb : Technische Universität Karlsruhe

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TU Karlsruhe: Es sollen nun Forschungszentren enstehen Bild: dpa

Unter Ingenieuren mit der Ausrichtung Elektrotechnik und Maschinenbau ist die Karlsruher Fridericiana längst bekannt. Quer zu den Fakultätsstrukturen sollen nun Forschungszentren entstehen, für die sich jeder der Professoren bewerben kann.

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          An der Karlsruher Fridericiana herrscht seit Freitag Aufbruchstimmung. Die 1825 gegründete Universität mit elf technischen und naturwissenschaftlichen Fakultäten gehörte schon immer zu den Hochschulen, die allein im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel ihres Haushaltes aus Drittmitteln bestreiten konnten. Unter Ingenieuren mit der Ausrichtung Elektrotechnik und Maschinenbau ist sie längst bekannt. Quer zu den Fakultätsstrukturen, berichtet Rektor Horst Hippler, sollen nun Forschungszentren entstehen, für die sich jeder der Professoren bewerben könne. Auf diese Weise will er die Exzellenzinitiative mit einem universitätsinternen Wettbewerb weiterführen.

          Das gilt etwa für die bewilligte Graduiertenschule „Karlsruher School of Optics and Photonics“. Gemeint ist damit die Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Karlsruhe, dem Forschungszentrum Informatik und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Stuttgart, die eine Lücke in der Graduiertenausbildung schließen soll. Hier gehe es um „knallharte Grundlagenforschung“, die dann in der Anwendung für Produkte münden solle, sagt Hippler. Der Rektor verweist darauf, daß Deutschland allein mit Produkten aus Optik und Photonik (Laser, neuartige Leuchtstoffe oder optische Bauelemente und Mikroskopiesysteme) inzwischen 100 Milliarden Euro umsetzt und zu den Marktführern gehört.

          Zusätzliches Personal für die Professoren

          Das 2001 als Zentrum der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Funktionelle Nanostrukturen gegründete Institut wurde bei der Exzellenzinitiative zum sogenannten Exzellenzcluster (Forschungszentrum) aufgestockt. Es entwickelt und analysiert Materialien für die Informationstechnologie und Datenverarbeitung. Hier arbeiten Wissenschaftler und Techniker aus Physik, Chemie, Biowissenschaften, Elektrotechnik und Nanowissenschaften zusammen.

          Gerade werde an der kalifornischen Universität Stanford eine ähnliche forschungsgesteuerte Struktur eingeführt, berichtet Hippler, der an der Einheit von Forschung und Lehre festhalten will. Allerdings soll es im Rahmen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), das nach dem Vorbild des Massachusetts Institute of Technology entworfen wurde, auch die Möglichkeit geben, sich für begrenzte Zeit von der Lehre freistellen zu lassen. Wer sich unter den Professoren für die Lehre entscheide, dürfe aber auch nicht benachteiligt werden, meint Hippler und will diese Hochschullehrer mit zusätzlichen Tutorenstellen und Personal unterstützen. Für das KIT wurde das Forschungszentrum Karlsruhe, das zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört, einbezogen und soll nun gemeinsam mit der Fridericiana an mikro- und nanotechnischer Forschung arbeiten.

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