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Sicherheitsunternehmen : Branche im rechtlichen Graubereich

Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Bild: dpa

Private Sicherheitsdienste fordern eine stärkere Regulierung ihres Geschäfts. Dies ist auch Versprechen im Koalitionsvertrag.

          4 Min.

          Für Sicherheitsunternehmen läuft es gut, wenn man nichts von ihnen hört. Doch es läuft nicht immer gut. Im vergangenen Spätsommer zum Beispiel in Chemnitz, da attackierte ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Securitas ausländisch aussehende Männer. Das Video, das ihn dabei zeigte, erlangte einige Berühmtheit, es hatte die Debatte ausgelöst, ob es in Chemnitz zu Hetzjagden gekommen sei. Weniger als zwölf Stunden, nachdem die Filmsequenz bekannt geworden war, hatte sich Securitas mit sofortiger Wirkung von dem Mitarbeiter getrennt. Der Branche freilich schaden solche Situationen.

          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Bis vor einigen Jahren waren Sicherheitsmitarbeiter für die Öffentlichkeit weitgehend unsichtbar, sie wurden vor allem zur Bewachung von Firmengeländen eingesetzt. Heute ist der Aufgabenbereich der insgesamt 265 000 Männer und Frauen, die für private Sicherheitsunternehmen arbeiten, viel größer: Sie sichern die Fahrt in U-Bahnen und S-Bahnen, bewachen Flüchtlingsheime, schützen Großveranstaltungen. „Private Sicherheitsbetriebe leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit“, heißt es im Koalitionsvertrag von Union und SPD.

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