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Virtueller Atom-Angriff : „Herr Präsident, Sie haben 15 Minuten“

Bild: Global Zero

Wie fühlt es sich an, in kurzer Zeit über das Leben und den Tod von Millionen Menschen entscheiden zu müssen? Unser Redakteur Lorenz Hemicker hat es in München in einem Virtual-Reality-Experiment erlebt.

          1 Min.

          Was tun, wenn ein Atomkrieg droht? Dieser Frage stellt sich niemand gern, selbst amerikanische Präsidenten nicht. Von Leuten, die es wissen müssen, kann man erfahren, wie intensiv sich die Amtsinhaber im Oval Office mit der wohl schwierigsten Frage befassen, die in ihrer Amtszeit auf sie zukommen kann. Überhaupt nicht.

          Lorenz Hemicker
          Redakteur in der Politik

          Auf der Münchner Sicherheitskonferenz können sich in diesem Jahr die Teilnehmer dieser ultimativen Aufgabe stellen. Auf der Empore des Tagungshotels hat die nukleare Abrüstungsinitiative „Global Zero“ einen kleinen Raum in ein Testlabor verwandelt. Wer sich eine virtuelle Maske überzieht, wird zum mächtigsten Staatschef der Welt. Man legt den Eid ab, nimmt im Oval Office Platz und wird plötzlich von einem Alarm aus einer Konferenz gerissen.

          Der Offizier mit dem Atomkoffer erscheint. Im Aufzug geht es runter in einen Bunker. Dort nimmt man an einem Tisch Platz. Im Ohr dröhnt der Alarm, auf den Monitoren erscheinen ein General und der Nationale Sicherheitsberater. Ihre Briefings sind kurz: Sie wollen Entscheidungen. Der Mann mit dem Koffer zieht drei DIN-A4-Zettel mit den Angriffsoptionen hervor und legt sie vor einem auf den Tisch. Der General und der Berater drängen. Sie wollen Entscheidungen. Schnell. Und dann zählt da noch eine Uhr unbarmherzig die Minuten und Sekunden rückwärts…was das bedeutet, sehen Sie im Video!

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