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Polen-Reise : Macrons neue Ostpolitik

Die Präsidenten Polens und Frankreichs, Andrzej Duda und Emmanuel Macron, beim Nato-Gipfel am 4. Dezember 2019 in Watford Bild: Reuters

Emmanuel Macron hat bislang keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten der östlichen EU-Staaten genommen. Das soll sich nach dem Austritt Großbritanniens jetzt ändern.

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          Frankreich will nach dem Abschied Großbritanniens aus der EU den Blick intensiver nach Osten richten. Das sagte der Europaberater des französischen Präsidenten, Clément Beaune, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nach dem Brexit sei es wichtiger denn je, in der EU Divergenzen zu überwinden und das Verbindende in den Vordergrund zu stellen. Am Montag flog Emmanuel Macron mit diesem Vorsatz nach Warschau, am Dienstag will er nach Krakau weiterreisen. „Der Besuch in Polen steht als Symbol für unseren Willen, nach dem Brexit nach vorn zu blicken“, sagt Beaune. Frankreich habe viel zu lange mit der erweiterten EU gehadert.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Das Verhältnis zwischen Polen und Frankreich hat sich seit Macrons Amtsantritt spannungsreich gestaltet. Ende August 2017 hielt Macron der polnischen Regierung vor, sie rücke sich selbst „an den Rand Europas“. „Europa ist ein Raum, der auf Grundlage von Werten geschaffen wurde, und Polen verletzt sie“, sagte er damals. Jetzt hebt sein Europaberater lieber auf die gemeinsame Geschichte und Kultur ab. Macron will polnische Kriegsveteranen ehren, die im Zweiten Weltkrieg in Frankreich kämpften. Auf seinem Programm steht auch ein Austausch mit polnischen Intellektuellen.

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