https://www.faz.net/-gpf-9jwk1

Merkel rechnet mit Trump ab : Schlagabtausch zwischen Deutschland und Amerika

Amerikas Vizepräsident Mike Pence und Kanzlerin Angela Merkel haben sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine scharfe Auseinandersetzung über Partnerschaft und Führung in der freien Welt geliefert. Bild: dpa

Der amerikanische Vizepräsident schildert in München Trumps angeblich welthistorische Erfolge im Nahen Osten, auf der koreanischen Halbinsel und gegenüber China. Die Kanzlerin weist dessen Alleingänge entschieden zurück – ebenso wie Strafzölle.

          3 Min.

          Deutschland und Amerika haben sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine scharfe Auseinandersetzung über Partnerschaft und Führung in der freien Welt geliefert. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel dabei die internationale Zusammenarbeit und die Prinzipien des abgestimmten Miteinanders verteidigte, beschrieb der amerikanische Vizepräsident Mike Pence ein Amerika, das unter Präsident Trump mit enormer militärischer und wirtschaftlicher Potenz „den Frieden durch amerikanische Stärke voranbringt“.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Merkel verteidigte Deutschlands Position auf allen Konfliktfeldern in einer engagierten Rede: Eine Gefahr, die mit Nord Stream von „russischen Gasmolekülen“ in einer Transitleitung ausgehe, könne sie nicht erkennen, wenn man bedenke, dass selbst in Zeiten des Kalten Krieges Russland stets verlässlich geliefert habe. Zu jüngsten Berichten über drohende Strafzölle auf deutsche Autos sagte sie: „Jetzt heißt es, unsere Autos sind eine Bedrohung der amerikanischen Sicherheit. Schauen Sie, wir sind stolz auf unsere Autos. Wenn es jetzt heißt, diese Autos, die etwa von BMW in South Carolina gebaut werden, sind eine Bedrohung der nationalen Sicherheit, dann erschreckt uns das.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Am 17. Juli in Erftstadt: Armin Laschet ist lachend zu sehen, während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Pressestatement gibt.

          Laschet und die Flut : Das Lachen des Landesvaters

          Als das Wasser kam, wollte der Kanzlerkandidat der Union helfen, zuhören – und vielleicht auch Wahlkampf treiben. Dann wuchs der Druck und alles kam anders.