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SEK : Feiger Innenminister

Peinliches Ritual: Der NRW-Innenminister lässt ausgerechnet die Polizisten im Regen stehen, die ihren Kopf hinhalten.

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          In Nordrhein-Westfalen sollten jetzt alle Politiker und Behörden überprüft werden: Wie steht es mit Trinkgelagen, Mobbing und ausufernden Abschiedsfeiern? Oder kommt das nur bei den Spezialeinsatzkommandos der Polizei vor – die stehen nun alle unter Verdacht oder sind schon von ihren Aufgaben entbunden worden, nachdem ein einziger Bewerber sich über ein Aufnahmeritual beklagte.

          Keine Frage: Verletzungen von Grundrechten müssen verfolgt werden; und in (oft eher kindischen) Ritualen zeigen sich Gemeinschaften jeder Art nicht unbedingt von ihrer stärksten Seite. Kindisch sind aber auch öffentliche Empörungsrituale, die jeden Bezug zur Wirklichkeit vermissen lassen.

          Klar ist nämlich auch: Ein SEK ist kein Streichelzoo. Im Einsatz geht es um Leben und Tod. Jeder muss sich hundertprozentig auf den anderen verlassen können. Das führt zu besonderer Auswahl des Nachwuchses und einem besonderen Korpsgeist – der freilich im Zaum gehalten werden muss. Das gilt aber auch für Innenminister Jäger (SPD), der die Polizisten, die ihren Kopf für das Land hinhalten, feige im Regen stehen lässt.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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