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Schwächeanfall der Kanzlerin : Wenn Merkel zittert . . .

Abermals ein Zitteranfall: Bundeskanzlerin Merkel bei der Ernennung der neuen Justizministerin. Bild: EPA

. . . kreisen die Geier. Ihr Gekrächze kann sie ignorieren. Die Frage nach dem Gesundheitszustand der Bundeskanzlerin aber ist legitim.

          Wenn Merkel zittert, schaut alle Welt hin. Denn dann zittert nicht irgendeine Person, sondern die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Und die hat nicht nur in deutschen Landen etwas zu sagen. In ihrer schon vierzehn Jahre währenden Amtszeit erwies Merkel sich als ausgesprochen robust, physisch wie psychisch. Zeigt sich nun aber der Tribut für die hohe Belastung, die mit diesem Amt verbunden war und ist? Im Netz kreisen schon die Geier, die sich darüber freuen, dass Merkel nun auch körperlich am Ende sei.

          Dieses Gekrächze kann sie ignorieren. Doch der in einer Demokratie legitimen Frage, wie es um die Gesundheit der Regierungschefin steht, wird sie sich stellen müssen, wenn es weiter Anlass dafür gibt, sich um sie zu sorgen. Dann reicht ein einfaches „Der Bundeskanzlerin geht es gut“ nicht mehr. Aktuell ging es Merkel jedenfalls gut genug, um den Langstreckenflug zum G-20-Gipfel in Japan anzutreten – im normalen Regierungsflugzeug und nicht im Sanitäts-Airbus der Bundeswehr, wie man angesichts mancher Ferndiagnosen hätte meinen können.

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