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Scholz-Vertrauter Schmidt : Zu viel kommuniziert

  • -Aktualisiert am

Ganz eng: Scholz und Schmidt im Juni 2018. Bild: Picture-Alliance

Im Wahlkampf wird jede Verfehlung zum Thema. Das hätte dem Scholz-Mann Schmidt bewusst sein müssen. Aber Attacken gegen Vertraute können auch nach hinten losgehen.

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          In Wahlkampfzeiten darf man nicht empfindlich sein – aber natürlich sind es alle. Egal, ob es um Verfehlungen beim politischen Konkurrenten geht oder um Vorwürfe gegen die eigene Truppe. Es wird alles aufgespießt, was der eigenen Sache dienen könnte. Wolfgang Schmidt, einer der wichtigsten Mitarbeiter von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, hat zu Recht darauf verwiesen, dass sich die Pressemitteilung zu der Durchsuchung im Ministerium von Scholz schärfer liest als der Durchsuchungsbeschluss.

          Dass der Leiter der zuständigen Staatsanwaltschaft CDU-Mitglied und Kommunalpolitiker ist, darauf haben die SPD-Knappen auch schon hingewiesen. Trotzdem durfte Schmidt den Beschluss wohl nicht veröffentlichen.

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          Schmidt ist – im Gegensatz zu seinem Chef – ein hervorragender Kommunikator. Nun schadet er Scholz, weil er über das Ziel hinausgeschossen ist. Das ist der eigentliche Vorwurf. Und nicht, ob Schmidt seine Scholz-Jubeleien während seiner vermutlich erheblich ausgedehnten Arbeitszeit als Finanzstaatssekretär tippt.

          Attacken gegen die politischen Vertrauten können auch schnell nach hinten losgehen. So war es, als sich die SPD den einflussreichen Laschet-Mann Nathanael Liminski versuchte vorzuknöpfen. Das Video, in dem dessen angebliches reaktionäres Familienbild aufgegriffen wurde, musste die Partei schnell wieder einpacken, nachdem auch noch modernere Liminski-Zitate aufgetaucht waren.

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten.

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