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"Schläfen-Affäre" : Schröders haariger Streit geht vor Gericht

  • Aktualisiert am

Kann diese Farbe lügen? Bild: dpa

Bundeskanzler Schröder und die Nachrichtenagentur ddp wollen sich am 12. April vor dem Hamburger Landgericht wegen eines Zitats treffen, wonach Schröder des jugendlichen Aussehens wegen angeblich seine Haare färbe.

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          Auf sein dunkles Haar lässt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nichts kommen: Am 12. April verhandelt das Landgericht Hamburg über eine Unterlassungsklage des Kanzlers gegen die Nachrichtenagentur ddp. Das bestätigte am Donnerstag ein Gerichtssprecher.

          Die Agentur hatte in einem Interview eine Imageberaterin mit Aussagen über die ihrer Ansicht nach gefärbten Haare des 57-Jährigen zitiert. Obwohl ddp die Meldung zurückgezogen und eine Richtigstellung gesendet hatte, erließ der Kanzler eine Einstweilige Verfügung gegen das Medium.

          Einstweilige Verfügung nicht akzeptiert

          Diese hat ddp jedoch nach Angaben von Chefredakteur Bernd von Jutrczenka nicht akzeptiert: „Vor Gericht geht es jetzt darum, dass wir die Einstweilige Verfügung nicht akzeptiert haben, die uns als einzigem Medium in Deutschland für alle Zeiten verboten hätte, über dieses Thema zu berichten“, sagte Jutrczenka der dpa. Schröder hatte jedem eine Klage angedroht, der behauptet, der Kanzler färbe sein Haar.

          Schröder-Anwalt Nesselhauf sagte, es lägen eidesstattliche Versicherungen der Friseure von Schröder vor, die das Gegenteil sagten. Er ist deshalb siegessicher.

          Jutrczenka erklärte, seine Agentur habe bereits eine Richtigstellung verbreitet und werde das Zitat nicht wiederholen. „Ich sehe keine Begründung für eine strafbewehrte Unterlassungserklärung“, sagte er. Er wies darauf hin, dass Schröder gegen die zitierte Imageberaterin bisher nicht vorgegangen sei.

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