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Schavan verteidigt Bologna-Reformen : „Hochschulen müssen Konsequenzen ziehen“

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Angesichts der Studentenproteste hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) die Hochschulen für Fehler verantwortlich gemacht und die Bologna-Reformen verteidigt. „Vieles wird dem Bologna-Prozess zu Unrecht in die Schuhe geschoben: Jede Vorlesung mit einer Prüfung zu verbinden, ein Wettbewerb um Stofffülle, mangelnde Vergleichbarkeit von Studiengängen, die Mobilität verhindert - das sind keine politischen Vorgaben“, sagte Frau Schavan der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.).

          „Und wenn ein Universitäts-Präsident sagt, zehn Prozent der Studiengänge an meiner Universität sind schlecht, dann können Studierende und Wissenschaftspolitiker erwarten, dass daraus an der Hochschule Konsequenzen gezogen und die Studiengänge besser werden.“

          „Da wird auch gegen das Leistungsprinzip demonstriert“

          Es seien handwerkliche Fehler gemacht worden, die nun behoben werden müssten, sagte die CDU-Politikerin. „Nach meinem Eindruck sind die Motive für die Proteste der Studierenden sehr unterschiedlich. Es geht nicht nur um den Bologna-Prozess. Da wird auch für Mindestlöhne und gegen das Leistungsprinzip demonstriert“, sagte Frau Schavan der F.A.S.

          Annette Schavan
          Annette Schavan : Bild: Andreas Pein

          In Bologna hatten sich die europäischen Bildungsminister auf eine Hochschulreform geeinigt, um Studienabschlüsse zu vereinheitlichen. Ziel ist ein zweistufiges System nach angloamerikanischem Vorbild mit Bachelor- und Master-Abschlüssen.

          In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 29. November finden Sie ein Streitgespräch zwischen der Bundesbildungsministerin Annette Schavan und dem Studentenvertreter Thomas Warnau.

          Statements der beiden Kontrahenten finden Sie als Video unter www.faz.net/studienreform.

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