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Unterstützung im Vorwahlkampf : Viel Spott für Palin und Trump

  • Aktualisiert am

Sarah Palin und Donald Trump bei ihrem gemeinsamen Wahlkampfauftritt in Iowa. Bild: AP

Die Unterstützung durch Sarah Palin könnte Donald Trump im ultrakonservativen Lager helfen. Viele Nutzer sozialer Netzwerke fühlen sich eher an eine Filmkomödie erinnert.

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          „Donald Trump ist eine Alternative zum Politikbetrieb“, hat Sarah Palin, ehemalige Gouverneurin von Alaska, am Dienstagabend gesagt und damit ihre Unterstützung für Trump im republikanischen Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bekundet. „Ich bin hier, um den nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten zu unterstützen: Donald Trump.“

          Trump stand während Palins Rede an ihrer Seite und lächelte, denn er wusste, dass er damit seinem innerparteilichen Widersacher Ted Cruz einen empfindlichen Schlag verpasst hat. Cruz war früher ein Protegé Palins und konnte auf ihre Unterstützung bei seinem Kampf um den Einzug ins amerikanische Parlament zählen. Nun stellte er schnell klar, dass er ihr die Unterstützung Trumps nicht übel nehme, sondern ihr für ihre Hilfe dankbar sei.

          Was Trump Palin als Gegenleistung für die Unterstützung angeboten hat, ist nicht bekannt. Fachleute spekulierten zudem kurz nach der Rede darüber, ob Palins Unterstützung Trump wirklich hilft. Zumindest in Iowa könnte das der Fall sein, schreibt die „New York Times“. Palin habe seit ihrem Rückzug aus der aktiven Politik viel Arbeit investiert, sich ein Netz von Unterstützern in dem Staat im mittleren Westen aufzubauen. Außerdem könne Trump durch sie auf Unterstützung aus der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung hoffen, obwohl der drei Mal verheiratete Multimillionär aus New York eigentlich nicht in deren Werteschema passt.

          Amerikanischer Vorwahlkampf : Tea-Party-Ikone Palin unterstützt Trump

          In den sozialen Netzwerken waren die Reaktionen eher von Spott und Häme begleitet. Viele Nutzer machten sich dabei über Palins Rede lustig, in der sie sehr schnell sprach und vieles anscheinend kaum zu verstehen war.

          Außerdem erinnerten sich viele an die Komikerin Tina Fey, die mit ihrer Persiflage auf Palin 2008 bekannt geworden war.

          Die am weitesten verbreitete Reaktion war eine Anspielung auf den Film „Dumm und Dümmer“, eine Komödie mit Jim Carrey und Jeff Daniels aus dem Jahr 1994. Endlich gebe es eine Fortsetzung, schreiben die Nutzer.

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