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Gastkommentar zu Cyberangriff : Der Staat muss hacken

  • -Aktualisiert am

Kann ein Cyberangriff auch gerechtfertigt sein? Bild: dpa

Nach den jüngsten Hackerangriffen stehen IT-Sicherheit und Massenüberwachung in der Kritik. Doch offensives Hacken sollte nicht pauschal verurteilt werden. Ein Gastbeitrag über Chancen und Risiken.

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          Die jüngsten erfolgreichen Hackerangriffe haben mal wieder eines bewiesen: Hacken ist immer möglich und oft lohnenswert. Das müssen wir intensiver diskutieren. Einmal natürlich aus Sicht der fehlenden IT-Sicherheit, die trotz massiver Bemühungen immer noch nicht funktioniert und eben auch tatsächlich harte strukturelle Probleme hat. Dann aber – und das ist bei uns eine noch eher zähe und junge Debatte – auch aus der Perspektive der Chance. Wenn die Guten hacken, kann Gutes dabei herauskommen. Viel Gutes.

          Das scheint erst einmal kontrovers. Zu demagogisch scheinen die Mittel. Zu nah sind noch die Enthüllungen über Massenüberwachungen der NSA. Aber Hacken ist eben nicht gleich Hacken. Das Spektrum ist viel breiter als Zensur und Überwachung. Chirurgische Eingriffe wie der Angriff auf das Auswärtige Amt können Optionen bieten, bei denen eher die Unterlassung kontrovers, strategisch sträflich oder sogar völker- und menschenrechtswidrig wäre.

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