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: Salih bei Angriff auf seinen Palast leicht verletzt

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Her. ABU DHABI, 3. Juni. Der jemenitische Staatspräsident Ali Abdullah Salih ist bei einem Angriff auf den Präsidentenpalast in Sanaa leicht verletzt worden. Das teilte das jemenitische Staatsfernsehen mit.

          Her. ABU DHABI, 3. Juni. Der jemenitische Staatspräsident Ali Abdullah Salih ist bei einem Angriff auf den Präsidentenpalast in Sanaa leicht verletzt worden. Das teilte das jemenitische Staatsfernsehen mit. Zwei Granaten hatten die Moschee auf dem Gelände getroffen. Stärker verletzt wurden Ministerpräsident Ali Muhammad Mudschawar, dessen Stellvertreter Rashad al Alimi und Parlamentssprecher Yahya al Rai. Vier Soldaten der Präsidentengarde wurden getötet. Sie hatten in der Moschee das Freitagsgebet verrichtet. Das staatliche Fernsehen kündigte an, Salih wolle sich noch am Freitag mit einer Ansprache an die Jemeniten wenden.

          Vor dem Beschuss hatte die Republikanische Garde die Residenzen des oppositionellen Generals Ali Muhsin al Ahmar und eines Bruders von Oppositionsführer Sadeq al Ahmar angegriffen. Beide holten darauf zu einem Gegenschlag aus. Ein Sprecher des Präsidenten warf Sadeq al Ahmar vor, "alle roten Linien überschritten" zu haben. Dessen Milizen lieferten sich im Stadtteil Hassaba Gefechte mit regimetreuen Streitkräften. Der Flughafen von Sanaa wurde wegen der Kämpfe geschlossen. Die Republikanische Garde, die von einem Sohn des Staatspräsidenten geführt wird, versuchte, von der Opposition besetzte Regierungsgebäude zurückzuerobern. In Riad beriet unterdessen der Antiterrorberater im Weißen Haus, John Brennan, mit der saudischen Führung über eine Lösung der Krise im Jemen.

          Derweil fanden in Syrien am Freitag abermals im ganzen Land Kundgebungen gegen die Herrschaft von Staatspräsident Baschar al Assad statt. Sie standen unter dem Motto "Tag des Kindes". Seit dem Beginn der Proteste vor zehn Wochen sind 30 Kinder getötet worden. Der Foltertod des 13 Jahre jungen Hamza al Chatib stand im Mittelpunkt der jüngsten Proteste. In der Stadt Hama gingen erstmals 50 000 Demonstranten auf die Straße. Mindestens 67 Demonstranten wurden dort getötet, mehrere hundert wurden verletzt. In Abu Kamal im Osten des Landes demonstrierten ebenfalls 50 000 Personen. In allen großen Städten Syriens war am Freitag das Internet wieder blockiert. (Siehe Seite 6.)

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