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Salafisten : Extremisten sind wie Magnete

Die Mohammed-Karikaturen waren einmal Ausdruck von Pressefreiheit. Jetzt sind sie da, wo Islamisten sie schon immer gerne haben wollten: in den Händen radikaler Muslimgegner.

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          Extremisten ziehen sich an wie Magnete. So ist es auch zwischen Salafisten und Pro-NRW, einer Partei, die aus der antimuslimischen Kölner Protestpartei Pro-Köln hervorgegangen ist und die sogenannten Mohammed-Karikaturen im nordrhein-westfälischen Wahlkampf jetzt für ihre Zwecke missbraucht.

          Das richtet doppelten Schaden an. Was in Dänemark Ausdruck der Pressefreiheit und freier Meinungsäußerung war, gerät in den Händen von Pro-NRW zum Material für eine Hetzkampagne. Die Partei leitet damit Wasser auf die Mühlen radikaler Islamisten, die in ihrer westlichen Umgebung nur gottlose Feinde erkennen können.

          Die Reaktion der Salafisten, gegen die sich die Kampagne richtet, ließ deshalb nicht lange auf sich warten und bestätigt wiederum alle Vorurteile gegenüber Muslimen, die Pro-NRW weiter schüren will. Es ist allerdings zu befürchten, dass gegen prügelnde Salafisten etwa so folgenlos vorgegangen wird wie gegen gewalttätige Extremisten in Berlin, Hamburg und anderswo. Da gehört Gewalt schon zur Folklore („Walpurgisnacht“). Auch das zieht Extremisten magisch an.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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