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Fall Sabathil : EU untersucht Spionageverdacht

EU-Flaggen wehen vor dem Berlaymont-Gebäude, dem Hauptsitz der Europäischen Kommission (Archivbild). Bild: dpa

Gerhard Sabathil war für die EU-Kommission und für den Auswärtigen Dienst tätig. Ihm wird vorgeworfen, für China spioniert zu haben. Seit 2017 arbeitet Sabathil als Lobbyist.

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          Der Europäische Auswärtige Dienst hat am Donnerstag eine interne Untersuchung gegen einen früheren deutschen Mitarbeiter eingeleitet, der im Verdacht steht, für China spioniert zu haben. Das teilte eine Sprecherin des Dienstes am Freitag in Brüssel mit. Es gehe um mögliches Fehlverhalten sowohl während seiner Dienstzeit als auch danach.

          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Sie identifizierte den Beamten, indem sie seine vorherigen Positionen auflistete. Es handelt sich demnach um Gerhard Sabathil, der als Beamter für die EU-Kommission und für den Auswärtigen Dienst tätig war, bevor er 2017 ausschied und eine Tätigkeit als Lobbyist aufnahm. Gegen Sabathil und zwei weitere Personen ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts, sie hätten für China spioniert. Mitte Januar gab es deshalb Durchsuchungen in Brüssel, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg. Sabathil hat über seinen Anwalt alle Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen.

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