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Moskaus Scheinreferenden : Putin verhöhnt das Völkerrecht

Moskaus jüngste „Referenden“ haben das Selbstbestimmungsrecht des ukrainischen Volkes verletzt. Die Reaktion auf Putins Versuche, seinen Landraub zu legitimieren, muss unmissverständlich sein.

Wahlchaos in Berlin : Die Ampel schert es nicht

Der Verfassungsgerichtshof in Berlin will die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Gänze wiederholen lassen. Die Ampelparteien wollen das für die Bundestagswahl nicht. Sie stehen mit ihrer Einschätzung wohl über dem Recht.

Rakete über Japan : Kim schweißt seine Gegner zusammen

Die nordkoreanischen Raketenstarts sind unverantwortlich, aber sie bringen dem Land nicht allzu viel. Im Gegenteil: Seine Nachbarn rücken enger mit Amerika zusammen.

Nach den Annexionen : Biden bleibt vorsichtig

Die jüngsten Erfolge der Ukraine zeigen, dass Putin geschwächt ist. Aber vorhersehbar ist der weitere Kriegsverlauf nicht, weshalb der amerikanische Ansatz vernünftig ist.

Deutsche Einheit : Der Trugschluss über den Osten

Die „Zeitenwende“ nach Putins Angriffskrieg trifft die östlichen Bundesländer ungleich härter. Den dortigen Protest muss man als Teil der gesamtdeutschen Wirklichkeit verstehen.

Wahl in Niedersachsen : Mühlstein Lindner

Für die FDP wird es eng bei der Landtagswahl in Niedersachsen. Ob das beschworene Horrorszenario Rot-Grün als Argument für ein Kreuzchen bei der FDP reicht?

Atomenergie : Habecks Kehrtwende reicht nicht

Der Wirtschaftsminister lässt zwei Atomkraftwerke länger laufen. Was Deutschland wirklich braucht, ist eine unideologische Politik, die viel weiter geht.

Britische Krise : Truss’ Glücksspiel

Die neue Regierung in London hat die Finanzwelt in Turbulenzen gestürzt. Dahinter steckt ein unanständiges Machtkalkül.
Spurensuche: Am 5. September 1977 am Tatort der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer in Köln. Die vier RAF-Terroristen erschossen Schleyers Fahrer und drei Polizisten.

Die Stasi und die RAF : Ein Nazi für die Stasi

Die Staatssicherheit der DDR nutzte die Entführung Hanns Martin Schleyers für ihre perfide Desinformationsarbeit aus – und setzte dafür auf die Hilfe eines früheren SS-Manns.

Während einer Romwallfahrt : Ministranten protestieren gegen Woelki

Während der „Ministranten-Wallfahrt“ in Rom wenden Jugendliche aus dem Erzbistum Köln ihrem Erzbischof bei der Predigt demonstrativ den Rücken zu – ein weiteres Symbol für das Verhältnis zwischen Woelki und den Katholiken im Rheinland.

MPK zu Folgen des Kriegs : Ein Treffen mit geringer Ausbeute

Unionspolitiker kritisieren das Ergebnis des Bund-Länder-Treffens zu den Folgen des Kriegs gegen die Ukraine. Aber auch bei SPD und Grünen sind noch Fragen offen.
Schule für das Leben: Ball der Waffenbrüderschaft im November 1987 in der MfS-Bezirksverwaltung Dresden

Putin in der DDR : Eine gute Schule für das Leben

Fünf Jahre arbeitete Wladimir Putin als KGB-Offizier in Dresden. Stasi-Unterlagen aus dieser Zeit verraten mehr über den russischen Präsidenten, als diesem lieb sein dürfte. Ein Gastbeitrag.
Chinas Präsident Xi Jinping

China schottet sich ab : Gefangen in der Echokammer

China schottet sich zusehends ab. Austausch und Dialog sind kaum noch möglich. Das hat einschneidende Folgen für das Verhältnis zu den Amerikanern – aber auch zu den Deutschen.
Aus der Schnauze eines Schweins wird Energie für eine Lampe gewonnen.

Atomkraft : Das Gemeinwohl neu bewerten

Von der Laufzeitverlängerung über den Ausstieg bis zur befristeten Weiternutzung der Kernenergie.
Ein Wolf schiebt ein im Rollstuhl sitzendes Schaf.

Gesellschaftsjahr : Das einigende Band

Die Aussetzung der Wehrpflicht war richtig – dennoch braucht es jetzt ein Gesellschaftsjahr für alle.
Wien, 2. Mai 1955: Unter großer öffentlicher Anteilnahme beraten die Botschafter der vier Besatzungsmächte über die noch ungeklärten Punkte des österreichischen Staatsvertrages.

Österreichische Ostpolitik : „Wenn du einen Bären zum Tanzen aufforderst . . .

. . . bist nicht Du, der entscheidet, wann der Tanz beendet ist, sondern der Bär.“ Dem russischen Sprichwort zum Trotz waren gute Beziehungen zu dem „lupenreinen Demokraten“ (Gerhard Schröder) Wladimir Putin auch nach der russischen Invasion der Krim im Jahr 2014 noch lange en vogue. Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich hatten der Moskauer Autokrat und seine Entourage leichtes Spiel. Dabei hatte sich Wien während des Kalten Krieges gegenüber den Avancen der Kommunisten bis in die siebziger Jahre unversöhnlich gezeigt. Doch dann nahmen die wirtschaftlichen Interessen überhand.
Ohne vier: Helmut Schmidt am 17. September 1982 im Deutschen Bundestag

Vor vierzig Jahren : Die sozial-liberale Koalition am Ende

Am 17. September 1982 wurde in Bonn das Ende der ersten und bislang einzigen Bundesregierung von SPD und FDP besiegelt. Aus heiterem Himmel kam das Zerwürfnis nicht.
Es geschah am 22. April 2022: Auch von dem Freundschaftsbogen, der seit Sowjetzeiten in Kiew die historischen Bindungen zwischen Russland und der Ukraine symbolisierte, ist mittlerweile nicht mehr viel übrig.

Russische Geschichtsbilder : Kampf dem Ukrainertum

Nach der Lesart von Präsidialhistoriker Wladimir Putin war Lenin der Schöpfer einer eigenständigen Ukraine. Tatsächlich war dessen Politik nur eine Reaktion auf die ukrainische Nationalbewegung, nicht ihr Auslöser. Ein Gastbeitrag.
Nach dem Inferno: Das zerstörte Smyrna, heute Izmir

Zerstörung von Smyrna : Als das Paradies ausbrannte

Keine andere Stadt stand für das friedliche Zusammenleben der Ethnien und Religionen wie Smyrna, das heutige Izmir. Seine Zerstörung vor 100 Jahren ist eine der großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts.
In der Ablehnung der Entnazifizierung als einem schweren Unrecht und in dem Einsatz für nahezu alle NS-Täter, die sich vor alliierten Gerichten zu verantworten gehabt hatten, waren sich die Kirchenführer einig.

Evangelische Kirche : Ein Herz für Täter

Die evangelische Kirche kümmerte sich nach 1945 sehr intensiv um verurteilte NS-Täter  und zwar nicht aus christlicher Nächstenliebe, sondern durchaus aus politischer Überzeugung einzelner Kirchenleute.