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Russlands Krieg in der Ukraine : Putins gezinkte Karten

Wenn es, wie Außenminister Steinmeier sagt, nur dann Sinn hat, mit Moskau zu sprechen, „wenn Russland mit offenen Karten spielt“, dann sind derzeit sogar Gespräche sinnlos. Denn inzwischen weiß alle Welt, wie es der Kreml mit der Wahrheit hält.

          Der russische Präsident Putin treibt inzwischen sogar den deutschen Außenminister Steinmeier zur Verzweiflung. Der fordert zwar wie eh und je direkte und intensive Gespräche zwischen Moskau und Kiew. Die hätten aber „nur Sinn, wenn Russland mit offenen Karten“ spiele. Das ist ein erstaunlicher Satz aus seinem Mund.

          Denn damit gesteht Steinmeier ein, dass es sinnlos ist, mit Moskau zu sprechen. Inzwischen weiß alle Welt, dass Putin, um im Bild zu bleiben, mit gezinkten Karten spielt. Der Kreml lügt der freien Welt ins Gesicht. Die immer dreister werdenden Behauptungen über die „humanitären Operationen“ in der Ukraine kann man schon nicht mehr nur als Vertuschungsversuche ansehen; mit ihnen verhöhnt der Kreml die Machtlosigkeit des Westens.

          Der muss nun langsam glauben, was er schon lange sieht, auch wenn ihm nichts davon gefällt. Die freie Welt hat nur begrenzte Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Zuerst aber muss sie sich endgültig von der falschen Hoffnung befreien, das alles sei nur ein böser Traum – und wenn man aufwache, sei Putin wieder „vernünftig“.

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