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Wahlen in Bosnien-Hercegovina : Putin gewinnt, Erdogan verliert

Wahlgewinner: Russlands Schützling Milorad Dodik führt weiter die bosnische Serbenrepublik an. Bild: dpa

Sowohl Wladimir Putin als auch Recep Tayip Erdogan hatten sich in die Wahlen in Bosnien-Hercegovina eingemischt. Kritik gibt es einmal mehr auch am Verhalten des „Hohen Repräsentanten“ Christian Schmidt.

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          Zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem bosniakischen Politiker Bakir Izetbegović bestehen seit vielen Jahren enge Bindungen, politisch und privat. Regelmäßig unterstützt einer den Wahlkampf des anderen, und als Izetbegovićs Tochter Jasmina im vergangenen Jahr heiratete, war Erdogan selbstverständlich Ehrengast.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Anfang September kam der türkische Präsident wieder einmal nach Sarajevo, um vor den Wahlen am Sonntag seinen Schützling aus Bosnien-Hercegovina zu stärken. Wie stets in der bosnischen Hauptstadt besuchte Erdogan das Grab von Bakirs 2003 verstorbenem Vater Alija, dem bosnischen „Gründungspräsidenten“, der die Menschen im belagerten Sarajevo durch die schwere Zeit des Krieges von 1992 bis 1995 führte. Doch die Wahlkampfhilfe verpuffte.

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